Unwetter über Mallorca: Starker Regen schränkt Flugbetrieb am Airport ein
Auf der Insel wird ein regnerischen Sonntag mit Blitz und Donner erwartet

Redaktion MZ
Der angekündigte Regen ist auf Mallorca angekommen. Am Sonntagmorgen (3.5.) dürften viele lieber zu Hause geblieben sein. Starke Regenschauer sowie Blitz und Donner machten sich auf der Insel deutlich bemerkbar. Am Flughafen Palma mussten 16 Flüge umgeleitet werden, zudem kam es zu Verspätungen.
Die Regenwolken haben zunächst den Süden und Südwesten der Insel erreicht und haben sich danach auf der restlichen Insel ausgebreitet. Bis 13 Uhr galt Warnstufe Gelb. Danach sinkt die Regenwahrscheinlichkeit von 100 Prozent auf der gesamten Insel auf etwa 75 Prozent in Andratx oder 80 Prozent in Pollença. Gegen Abend soll es auf der Insel größtenteils trocken bleiben.
So viel Regen ist gefallen
Tatsächlich fielen bis zum Mittag an mehreren Messstationen bereits spürbare Mengen: In Binissalem und Son Bonet wurden jeweils 15 Liter pro Quadratmeter registriert, in Portopí 8, in Alfàbia und Son Torrella jeweils 7. Am Flughafen Son Sant Joan waren es 7 Liter, in Sa Pobla 6,8, in Pollença und Santa Maria jeweils 6 sowie an der Universität der Balearen in Palma 5,6 Liter pro Quadratmeter. Neben den Niederschlägen wurde der dunkle Himmel immer wieder von Blitzen erhellt.
Lage am Airport
Bei solchem Wetter kommt es auf Mallorca immer wieder zu Verspätungen am Flughafen. Wie die Fluglotsen auf ihrem offiziellen X-Account warnten, sei wegen der Gewitter am Morgen besondere Vorsicht geboten. "Aus Sicherheitsgründen könnte es zu Verspätungen kommen", schreiben sie.
Laut dem X-Account der Fluglosten konnten binnen 40 Minuten nur vier Flieger starten. 16 Flüge mussten auf andere Flughafen umgeleitet werden. Die Landung werde durch Gewitterzellen im Anflugbereich erschwert.
So gehen Fluglotsen bei Unwettern vor
Bei Unwettern greifen die Fluglotsen zu besonderen Sicherheitsmaßnahmen. Wie der Sprecher der Fluglotsen, Pau Marí, der MZ bereits erklärte, wird in solchen Fällen zunächst die Kapazität der ankommenden und abgehenden Flüge reduziert. Dadurch befinden sich weniger Maschinen gleichzeitig in der Luft.
Zudem wird meist der Abstand zwischen den Flugzeugen erhöht. Normalerweise beträgt er fünf Meilen horizontal, also rund acht Kilometer, und 1000 Fuß vertikal, etwa 305 Meter. Im Landeanflug kann der Abstand auf zwei bis drei Meilen sinken. Bei Sturm oder Gewittern wird dieser Sicherheitsabstand vergrößert.
Ob eine Maschine landet, Warteschleifen fliegt oder auf einen anderen Flughafen ausweicht, entscheidet letztlich der Pilot. Die Fluglotsen liefern ihm dafür Wetterdaten in Echtzeit und stellen bei Bedarf die Route zu einem Alternativflughafen bereit.
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