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Für mehr als 81 Millionen Euro: Mallorca bekommt ein neues Flugkontrollzentrum

Die neue Einrichtung soll am Flugplatz Son Bonet entstehen, um mehr Platz am Flughafen Palma zu schaffen

Das neue Flugkontrollzentrum entsteht am Flugplatz Son Bonet.

Das neue Flugkontrollzentrum entsteht am Flugplatz Son Bonet. / Enaire

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Miguel Vicens

Miguel Vicens

Der spanische Ministerrat hat am Dienstag grünes Licht für den Bau eines neuen Flugkontrollzentrums der Balearen gegeben. Das Verkehrsministerium darf das Projekt nun über die staatliche Flugsicherung Enaire ausschreiben. Die neue Anlage soll auf dem Flugplatz Son Bonet in Marratxí entstehen. Auch die Regionaldirektion für Flugnavigation wird dorthin verlegt.

Die Investition beläuft sich nach Angaben des Ministeriums auf 81,4 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Für die Bauarbeiten ist eine Dauer von 32 Monaten vorgesehen. Das derzeitige Kontrollzentrum befindet sich noch am Flughafen Palma de Mallorca. Durch den Umzug nach Son Bonet soll dort Platz für die von Aena geplanten Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen geschaffen werden. Der heutige Tower soll künftig vor allem für die Kontrolle der Start- und Landebahnen genutzt werden.

Mit dem neuen Standort will Enaire die Flugnavigations-Infrastruktur auf den Balearen modernisieren und ausbauen. Vorgesehen ist unter anderem der Einsatz fortschrittlicher Technik sowie ein räumlich getrenntes Notfallzentrum. Ziel sei es, die Sicherheit und Effizienz des Systems zu erhöhen, das den Flugverkehr von und zu den Inseln steuert.

Umzug schafft Platz am Flughafen Palma

Gebaut wird auf einem eigenständigen Grundstück innerhalb des Flugplatzes Son Bonet. Dadurch sollen die Arbeiten nach Angaben der spanischen Regierung ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs möglich sein. Der Übergang vom alten zum neuen Standort solle „sicher, effizient und geplant“ erfolgen.

Der Gebäudekomplex wird aus vier Modulen bestehen. Die beiden wichtigsten sind das operative Kontrollzentrum mit Büros sowie ein Schulungs-, Simulations- und Notfallzentrum. Letzteres soll sowohl für Krisenfälle als auch für die technische Ausbildung des Personals genutzt werden. Hinzu kommen ein Modul für unterstützende Systeme und ein Bereich zur Zugangskontrolle.

Das Projekt ist Teil des sogenannten „Plan de Vuelo 2030“ von Enaire. Die staatliche Flugsicherung bezeichnet das neue Zentrum als strategische Einrichtung für die Verwaltung des Luftraums im westlichen Mittelmeerraum. Damit solle der künftige Anstieg des Flugverkehrs besser bewältigt werden können.

Neues Zentrum soll nachhaltiger und effizienter sein

Auch Umweltaspekte spielen nach Angaben des Ministeriums eine Rolle. Geplant sind Maßnahmen zur landschaftlichen Integration, zum Wassersparen und zur Energieeffizienz. 35 Prozent der Fläche sollen auf Grünzonen und Parkplätze entfallen. Zudem sind Maßnahmen zum Erhalt des kulturellen Erbes vorgesehen.

Das Verkehrsministerium verweist außerdem auf die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts. Die Investition werde Unternehmen und Beschäftigung auf den Balearen stärken, wo der Flugverkehr eine zentrale Rolle für die Wirtschaft spiele. Enaire hatte nach eigenen Angaben mehrere Standorte geprüft und sich schließlich für Son Bonet entschieden. Der bisherige Standort am Flughafen Palma sei wegen begrenzter Flächen und schwieriger Zugangsmöglichkeiten auf lange Sicht weniger geeignet.

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