Kein Alkohol mehr vor dem Mallorca-Flug? Ryanair-Chef Michael O'Leary fordert knallharte Regeln für Flughafenbars
Hintergrund seien die Zunahme aggressiver Passagiere und von Vorfällen, die den täglichen Betrieb der Fluggesellschaft beeinträchtigen

Ryanair will keine betrunkenen Passagiere in der Luft. / Ryanair
Ryanair-Chef Michael O’Leary provoziert gerne mit seinen bisweilen etwas unkonventionellen Vorschlägen. Und auch sein neuester Vorstoß dürfte kontrovers diskutiert werden. In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Times" forderte der irische Airlineboss, den Verkauf von Alkohol an Flughäfen am Morgen zu verbieten. Für den Rest des Tages solle der Konsum zudem auf zwei Getränke pro Person begrenzt werden.
Hintergrund sei die Zunahme aggressiver Passagiere und von Vorfällen, die den täglichen Betrieb der Fluggesellschaft beeinträchtigen, so O'Leary. Wegen solcher Zwischenfälle habe die Airline „vor zehn Jahren“ vielleicht eine Flugumleitung pro Woche gehabt, inzwischen sei es „fast eine pro Tag“.
"Warum muss man um fünf Uhr morgens Bier trinken?"
„Ich kann nicht verstehen, warum jemand in Flughafenbars Menschen um fünf oder sechs Uhr morgens bedient wird. Wer muss um diese Uhrzeit Bier trinken?“, fügte er hinzu. In dem Interview betonte er außerdem, dass keine Regierung dieses Problem ernst nehmen werde, bis jemand einen Unfall verursache, bei dem „ein Flugzeug abstürzt und Hunderte Menschen sterben“. Vor diesem Hintergrund verfolgt Ryanair seit einiger Zeit eine Politik der „Null Toleranz“ gegenüber Fehlverhalten von Passagieren. Dazu gehört auch die im vergangenen Jahr angekündigte Einführung von Geldstrafen in Höhe von 500 Euro.
Das Unternehmen hat wiederholt betont, es sei „inakzeptabel“, dass Passagiere wegen des Verhaltens eines renitenten Fluggastes unnötige Störungen hinnehmen müssten.
Balearen-Regierung forderte ebenfalls Alkoholverbot
Es ist nicht das erste Mal, dass Forderungen nach einem Alkoholverbot im Luftverkehr laut werden. Bereits 2017 hatte die Balearen-Regierung einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Dieser wurde zwar viel debattiert und fand auch Unterstützung in der Branche. Konkrete Folgen hatte er aber keine.
Auch O'Leary selbst hatte in der Vergangenheit Einschränkungen gefordert. Bislang ohne Erfolg.
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