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Unbefristeter Teilstreik am Flughafen Mallorca: Ausgerechnet Reisende mit Handicap müssen jetzt mit Problemen rechnen

Der Streik der Mitarbeiter des PMR-Dienstes, die bewegungseingeschränkten Passagieren am Airport helfen, sollte eigentlich schon am Montag beginnen. Nach gescheiterten Verhandlungen wurde er am Dienstag (26.5.) gestartet

Archivbild vom Flughafen auf Mallorca

Archivbild vom Flughafen auf Mallorca / Clara Margais / dpa

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Sophie Mono

Sophie Mono

Reisende mit eingeschränkter Mobilität, die dieser Tage Mallorcas Flughafen nutzen, müssen in den kommenden Tagen und vielleicht sogar Wochen mit Unannehmlichkeiten rechnen: Nach langen Verhandlungen haben die Beschäftigten des Betreuungsdienstes PMR, die Menschen mit Einschränkungen helfen, sich auf dem weitläufigen Flughafengelände fortzubewegen, am Dienstagmorgen (26.5.) ihren unbefristeten Teilstreik begonnen.

Zähe Verhandlungen geplatzt

Eigentlich hätte der Streik bereits am Montag (25.5.) starten sollen. Nach einer Last-Minute-Marathon-Sitzung mit dem balearischen Arbeitsministerium, hatten der Betriebsrat und der Auftragnehmer Adelte jedoch eine vorübergehende Aussetzung der Arbeitsniederlegung vereinbart. Auch am Wochenende waren bereits mehrere zähe Verhandlungstreffen abgehalten worden, in denen man jedoch nicht zu einer Einigung gelangte.

Wie die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" berichtet, stellten sich die Regierungsvertreter in vielen Punkten auf die Seite der Arbeitnehmer und übten „Druck auf das Unternehmen aus, damit es alle Ausweitungen der Arbeitszeiten und Überstunden absage“. Die Stimmung am Verhandlungstisch kippte jedoch am Montagmorgen.

Streikende am vergangenen Donnerstag (21.5.) in Palma

Streikende am vergangenen Donnerstag (21.5.) in Palma / Redaktion DM

Wie ein Sprecher des Betriebsrats auf MZ-Anfrage bekanntgab, dauerten die Verhandlungen bis in den Abend hinein und blieben ohne endgültige Einigung. Die Arbeitnehmer legten einen letzten Vorschlag vor, den das Unternehmen jedoch ablehnte. Mehr noch: "Als wir dem Unternehmen mitteilten, dass wir dann unseren Streik fortsetzen, informierten sie uns darüber, dass es keine weiteren Verhandlungen mehr geben werde und dass alle bis dahin vereinbarten Punkte wieder zurückgenommen würden", so der Betriebsratssprecher.

Einhaltung von Pausen- und Urlaubszeiten

Unter anderem fordern die Beschäftigten bessere Bedingungen bei Arbeitszeit und Bezahlung. So soll der vertraglich zugesicherte Mindestumfang der Arbeit auf 62,5 Prozent steigen. Für fest angestellte Saisonkräfte verlangen sie außerdem, dass ihnen in der Nebensaison – also im Mai, Juni, September und Oktober – mindestens 75 Prozent der regulären Arbeitszeit garantiert werden.

Darüber hinaus pochen die Gewerkschaften auf verlässliche Ruhetage, die Einhaltung der vorgeschriebenen Pausen und einen rückwirkenden Ausgleich für die im vergangenen Jahr geleisteten Überstunden.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität am Flughafen Mallorca

Menschen mit eingeschränkter Mobilität am Flughafen Mallorca / Redaktion DM

"Es gab vom Unternehmen aus nicht eine Geste des Nachgebens, dabei ist es unverschämt, über solche Dinge überhaupt verhandeln zu müssen", so der Betriebsrats-Sprecher.

Dann wird gestreikt

Solange die Unternehmensleitung den Forderungen nicht nachkommt, wollen die Mitarbeiter wie geplant unbefristet in folgenden Zeitfenstern streiken:

  • montags von 12 bis 15 Uhr und von 18 bis 21Uhr
  • dienstags von 5 bis 7 Uhr, von 12 bis 14 Uhr und von 18 bis 20 Uhr
  • mittwochs von 12 bis 15 Uhr und von 18 bis 21 Uhr
  • donnerstags von 5 bis 7 Uhr, von 12 bis 14 Uhr und von 18 bis 20 Uhr
  • freitags von 12 bis 15 Uhr und von 18 bis 21 Uhr
  • samstags vollständiger 24-stündiger Streik
  • sonntags von 12 bis 15 Uhr und von 21 bis 23.59 Uhr.

Psychisch und körperlich am Ende

Wie ein Sprecher des Betriebsrats bereits am Freitag (22.5.) gegenüber der MZ betonte, seien viele Mitarbeiter aufgrund des hohen Stresslevels und Drucks psychisch und körperlich am Ende. Nicht nur die mangelhafte Dienstplanung und die viel zu hohe Arbeitslast mache den Beschäftigten zu schaffen, sondern auch der Unmut der Passagiere, die sich regelmäßig bei ihnen über die die schlechte Planung beschwerten und teilweise sogar aggressiv reagierten.

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