"Tinderboot mit Stil": Neue Website bringt Urlauber für ein gemeinsames Bootserlebnis auf Mallorca zusammen
Zwei Gruppen, ein Boot, geteilte Kosten, doppelter Spaß: Unter diesem Motto will ein Resident mit einer neuen Onlineplattform Menschen zusammenbringen

Zusammen chillt und sonnt es sich auf dem Boot im Meer vor Mallorca besser. / Privat
Ein bisschen mit dem Boot rausfahren, weniger zahlen als nur mit der eigenen Gruppe, dafür noch neue Leute kennenlernen und vielleicht sogar einen neuen Partner oder eine neue Partnerin? Das geht seit Kurzem mit „FelixList“, einer neuen Website von Felix Stadtlander.
„Schon vor 15 Jahren kam ich auf die Idee, dass es einen Kalender geben müsste, in den sich Gruppen eintragen können, die während ihres Mallorca-Aufenthalts ein Boot mit anderen zusammen mieten wollen“, so Stadtlander, der Urlaubern rund um die Playa de Palma schon seit Jahren bei der Buchung von Freizeitaktivitäten hilft.
Eine Gruppe mit beispielsweise fünf Frauen kann sich dann mit einer Männergruppe vernetzen. Damit werde der Bootsausflug nicht nur für alle erschwinglicher. Als positiven Nebeneffekt lerne man auch noch andere Urlauber kennen – etwa bei einer vierstündigen Segeltour inklusive zwei Schwimmstopps, Snacks und Kapitän, die Stadtlander im Programm hat. Der Preis von knapp 1.000 Euro würde dann durch zehn und nicht nur durch fünf geteilt werden. Nach Wunsch kann die eine Gruppe die andere auch einladen oder zumindest den Mammutanteil des Bootsausflugs zahlen.
Kein Neuling im Verkuppeln
Schon während seiner Zeit als Promoter für ein Restaurant auf Mallorca hat Stadtlander nach eigener Aussage immer wieder Menschen verkuppelt, indem er Männer- und Frauengruppen an den Tischen bewusst zusammensetzte. „Zwei Kinder sind wegen mir entstanden“, schwärmt er. Jetzt also Cupido auf dem Wasser statt beim Essen spielen.
Wer das „Tinderboot mit Stil“ ausprobieren will, kann unter www.felixlist.com/de zum einen in dem Online-Kalender bereits eingetragene Gruppen entdecken, zum anderen können Nutzer ihre eigene eintragen. Männergruppen werden in Blau angezeigt, Frauengruppen in Rosa, gemischte Gruppen in Gelb. Um sich einer der Gruppen anzuschließen („Wir wollen mit“-Button), muss man die eigene Gruppe eintragen und den Eintrag per E-Mail bestätigen. Dafür Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer in das Formular einfüllen. Letztere ist nicht öffentlich sichtbar.
Dann angeben, um welche Art von Gruppe es sich handelt (Männer, Frauen, gemischt), den Standort „Mallorca“ auswählen (langfristig soll das Konzept auch an andere Orte übertragen werden) und mindestens zwei aufeinanderfolgende Tage anwählen. Wer nur einen Tag anklickt, kommt im Buchungsprozess nicht weiter.
Per Drehen am Mausrad kommt man zu den weiter entfernten Monaten. Die Gruppe muss mindestens aus zwei Teilnehmern bestehen. Auch das Durchschnittsalter und das Budget müssen angegeben werden. Derzeit lässt das Online-Formular nur bei Frauengruppen die Option „0 Euro“ zu, damit sie sich einladen lassen können. Das soll bald auch für Männer möglich sein. „Es gibt auch Frauengruppen, die gerne Männer einladen wollen. Wir sind ja emanzipiert“, sagt Stadtlander. In einem nächsten Schritt wird man dann noch gefragt, ob man sich komplett oder nur teilweise einladen lassen will.
Wer dann auf „Gruppe eintragen“ geht, bekommt eine E-Mail, in der er seine Mail-Adresse bestätigen muss. Beim MZ-Test ist diese erst nach mehreren Minuten im Spam-Ordner gelandet. In der Mail dann auf „Activate & complete profile“ klicken und den Rest des Profils ausfüllen.
Nach Interessen filtern
Auf Wunsch kann man ein Foto der Gruppe hochladen und auswählen, wo man untergebracht ist (z. B. Alcúdia oder Playa de Palma). Wer will, kann noch auf die Frage „Was macht eure Gruppe besonders?“ antworten. Das hilft Stadtlander und seinem Team bei der Zuteilung der Gruppen.
Wer explizit nicht auf Flirttour sein will, wählt bei „zu euch passt“ „chillen“ oder „family“ an. „Man kann auf den Booten zwar Spaß haben, wir sind dennoch kein Partyboot“, stellt Stadtlander mehrmals klar. Sein Team schaue dann, ob es ein „Match“ gibt und bringen die Interessenten in Kontakt.
„Wir sind dennoch keine Plattform, die nur Menschen verkuppelt. Es geht in erster Linie ums Kennenlernen, neue Freunde und vielleicht auch einen Partner finden“, betont Stadtlander. Das Publikum ist laut dem 39-Jährigen international. Stadtlander hat etwa schon Engländer betreut, die in Singapur leben, Mitarbeiter einer französischen Firma mit Sitz in Dubai, Urlauber aus Neuseeland oder Brasilianer. Und wenn’s bei einem mal nicht mit der Liebe geklappt hat: „Ich habe auch Scheidungsfahrten organisiert.“
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