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Sonnencreme allein reicht nicht: Diese fünf Fehler machen viele Mallorca-Urlauber

Die Wasserfestigkeit von Sonnencremes wird oft überschätzt, und alte Produkte verlieren ihre Schutzwirkung

Nicht so sparsam: die Sonnencreme lieber dick auftragen.

Nicht so sparsam: die Sonnencreme lieber dick auftragen. / Nele Bendgens

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Ab in die Sonne! Für viele ist das ein zentrales Kriterium für den Sommerurlaub. Viele Urlauber schützen sich aber falsch, warnt in Deutschland das Centrum für Reisemedizin (CRM). Fünf gängige Fehler, die Sie vermeiden sollten.

1. Zu wenig Sonnencreme

Sie greifen zur Tube mit Lichtschutzfaktor 50 und denken, damit ist alles geregelt? Falsch. In der Praxis wird der angegebene LSF oft nicht erreicht. „LSF 50 nützt wenig, wenn Sonnencreme zu sparsam aufgetragen oder nach dem Baden nicht erneuert wird“, erklärt Professor Tomas Jelinek, der wissenschaftliche Leiter des CRM.

Und wie viel Sonnencreme braucht ein Erwachsener? Nach Angaben des CRM sollten es pro Anwendung etwa 30 bis 40 Gramm sein, das entspricht drei bis vier gefüllten Esslöffeln. Außerdem muss das Sonnenschutzmittel erst seine volle Wirkung entfalten und sollte deshalb 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden.

2. Doch nicht so wasserfest

Neben dem Lichtschutzfaktor sollten sich Urlauberinnen und Urlauber auch nicht blind auf das Label „wasserfest“ verlassen. Wie Tomas Jelinek erklärt, bedeutet die Bezeichnung auf einem Sonnenschutzprodukt, dass „nach zwei Wasseraufenthalten von jeweils 20 Minuten noch mindestens die Hälfte des ursprünglichen Lichtschutzfaktors erhalten bleibt“.

Bei „extra wasserfest“ gelte das nach vier Aufenthalten von jeweils 20 Minuten. Daher gilt: Regelmäßig nachcremen, um die Schutzzeit der Sonnencreme auch beim Baden zu erhalten.

3. Alte Sonnencreme

Die angebrochene XXL-Packung aus dem vergangenen Sommer reicht noch locker für den anstehenden Urlaub? Auch hier sollten sich Reisende nicht auf die angegebene Schutzwirkung verlassen: Hitze, direkte Sonneneinstrahlung und lange Lagerung können UV-Filter laut dem CRM verändern und die Schutzwirkung beeinträchtigen. Nach Ablauf der Haltbarkeit sollten geöffnete Produkte deshalb nicht weiterverwendet werden.

4. Mückenschutz

Im Urlaub sind neben Sonne auch Mücken oft nicht weit – das ist auf Mallorca nicht anders. Hier gilt es, auf die richtige Anwendung zu achten. Bevor man den Mückenschutz aufträgt, sollte der Sonnenschutz 15 bis 20 Minuten einziehen. Typische Inhaltsstoffe der Insektenabwehrmittel (etwa DEET oder Icaridin) können sonst die Schutzwirkung der Sonnencreme beeinträchtigen.

5. Sonne unterschätzen

Wolken, Wind – heute ist die Sonne doch gar nicht so stark? Viele unterschätzen die UV-Belastung bei solchen Wetterbedingungen, besonders am Meer oder in den Bergen. Am besten schaut man deshalb nicht nur in den Himmel über Mallorca, sondern prüft den UV-Index, zum Beispiel über lokale Wetter-Apps. Experten empfehlen Schutzmaßnahmen schon ab einem UV- Index von 3.

Knallt die Sonne vom Himmel, reicht wiederum nur Sonnencreme oft nicht aus: Bei intensiver Sonneneinstrahlung werden zusätzlich zu Sonnenschutz mit LSF 50 dicht gewebte Kleidung, eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung empfohlen. Intensive Mittagssonne sollten Strandbesucher am besten meiden.

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