Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Müllberge an der Playa de Palma: Hoteliers rechnen mit der Politik ab

Trotz angekündigter Verbesserungen bleiben die Müllprobleme in s'Arenal bestehen, was zu wachsender Ungeduld bei den Hoteliers führt

Müllberge in s'Arenal.

Müllberge in s'Arenal. / Hoteliersverband Playa de Palma

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google
Patrick Schirmer Sastre

Patrick Schirmer Sastre

Das Müllproblem in Arenal ist immer noch nicht gelöst – und die Hoteliers haben die Faxen dicke. In einer scharf formulierten Pressemitteilung kritisierte der Hotelverband der Playa de Palma am Dienstag (30.6.) die Zustände in dem Bereich der Playa, der zur Gemeinde Llucmajor gehört. Überfüllte Container, sowie Müll, der sich tagelang auf der Straße stapelt, seien weiterhin Alltag – und das bei den hohen Temperaturen. „Das ist unverständlich und empörend“, wird Verbandschef Pedro Marín in der Pressemitteilung zitiert.

Die Empörung kommt nicht von ungefähr. Denn das Problem besteht schon seit vergangenem Sommer. Und auch damals hatten die Hoteliers ihrem Ärger Luft gemacht. Zwischenzeitlich hatte die Gemeindeverwaltung von Llucmajor auch eine Lösung angekündigt, um den Reinigungs- und Müllabfuhrdienst zu verbessern. Passiert ist seither wenig. „Wir sind wieder genau dort, wo wir im vergangenen Jahr waren – teils ist es sogar noch schlimmer", so die Hoteliers. Es handle sich nicht um ein punktuelles Problem, sondern um ein „völliges Versagen des Managements“.

"Eines erstklassigen Reiseziels nicht würdig"

Die Beschwerden kämen nach Angaben des Verbands nicht nur aus der Hotelbranche. Auch unter Anwohnern, Geschäftsleuten sowie in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen der Zone wachse der Unmut. Seit Tagen müssten sie Schmutz, schlechte Gerüche und unhygienische Zustände ertragen, die eines erstklassigen Reiseziels nicht würdig seien. Der Verband verweist zudem darauf, dass in Nachbargemeinden, in denen dasselbe Konzessionsunternehmen für den Dienst zuständig sei, keine vergleichbaren Zusammenbrüche registriert würden. Das zeige, dass man dem Unternehmen nicht allein die Schuld in die Schuhe schieben könne.

Pedro Marín beklagt die Zustände an der Playa de Palma in diesem Sommer.  | FOTO: NELE BENDGENS

Pedro Marín beklagt die Zustände im Bereich der Playa de Palma, der zu Llucmajor gehört. / NELE BENDGENS

Der Hoteliersverband fordert nun sofortige, entschlossene und sichtbare Maßnahmen. „Wenn die Stadtverwaltung nicht in der Lage ist, einen Basisdienst wie die Müllabfuhr zu garantieren, versagt sie beim Wesentlichen. Die Geduld der Branche ist erschöpft“, erklärt Marín. Zugleich bekräftigte der Verband seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit, um Lösungen zu finden. Die Stadtverwaltung von Llucmajor müsse jedoch umgehend und wirksam handeln, damit sich s’Arenal nicht weiter verschlechtere und als Reiseziel an Wettbewerbsfähigkeit verliere.

Auch in anderen Teilen der Gemeinde, etwa in Las Palmeras, haben sich MZ-Leser zuletzt über Müllberge vor den Containern beschwert.

Erst am Montag hatte Llucmajors Bürgermeisterin Xisca Lascolas angekündigt, bei den anstehenden Regionalwahlen im Mai 2027 nicht erneut für ihr Amt zu kandidieren. Sie sprach von einer "schwierigen und komplexen Legislaturperiode", die sie hinter sich habe.

Tracking Pixel Contents