Swissport-Streik sorgt für Flugverspätungen am Flughafen Mallorca
Mindestens zwölf Flüge sollen betroffen gewesen sein. Für den Abend sind weitere Arbeitsniederlegungen geplant

Passagiere vor der Anzeigetafel am Flughafen Mallorca. / J.F.M.
Der Teilstreik der Beschäftigten des Bodenabfertigers Swissport hat am Dienstagmorgen am Flughafen Mallorca zu Verspätungen geführt. Nach Angaben auf den Anzeigetafeln im Abflugbereich waren mindestens zwölf Flüge betroffen, darunter mehrere Verbindungen ins Ausland. Die Beschäftigten legten ihre Arbeit von 7 bis 12 Uhr nieder. Nach Angaben der Gewerkschaft Comisiones Obreras (CCOO) war die Beteiligung hoch. Eine weitere Arbeitsniederlegung ist von 19 bis 22 Uhr vorgesehen. Auch am Samstag, 8. August, soll gestreikt werden. Die Ausstände finden gezielt zu Zeiten mit besonders hohem Flugaufkommen statt. Betroffen sind die Fluggesellschaften Condor, Sunclass, die TUI Group, Air Canada, Etihad Airways, Alba Star und TAP Air Portugal.
CCOO ist mittlerweile die einzige Gewerkschaft, die den Streik unterstützt. Die UGT beteiligt sich nicht an den Arbeitsniederlegungen. Nach Darstellung von CCOO zwingen die Teilstreiks Swissport dazu, die Betriebsabläufe neu zu organisieren. Dennoch seien Verspätungen nicht zu vermeiden gewesen.
Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, nicht ernsthaft über die Forderungen der Beschäftigten verhandeln zu wollen. Zudem fordert sie Swissport auf, das Streikrecht zu respektieren und keinen Druck auf Mitarbeiter auszuüben, die sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligen.
Das verlangt die Gewerkschaft
Zu den zentralen Forderungen gehören gleiche Gehälter für vergleichbare Tätigkeiten, die sofortige Auszahlung der tariflich vorgesehenen Lohnerhöhung von 4,8 Prozent sowie deren rückwirkende Anwendung ab Jahresbeginn. Nach Angaben der Gewerkschaft verdienen Swissport-Beschäftigte monatlich zwischen 400 und 600 Euro weniger als Mitarbeiter anderer Unternehmen, die am Flughafen dieselbe Arbeit verrichten.
CCOO-Vertreterin Carmen Gamboa erklärte zudem, dass einzelne Arbeitsstunden mit 5,50 Euro vergütet würden. Dies führe zu deutlichen Lohnunterschieden zwischen Beschäftigten mit denselben Aufgaben. Die Gewerkschaft kritisiert außerdem, dass Mitarbeiter mit mehr als 25 Jahren Betriebszugehörigkeit teilweise noch immer keine Vollzeitverträge hätten, während das Unternehmen zugleich Überstunden einsetze, um den Personalbedarf zu decken.
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