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Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig: Mallorca-Rückflug geht gehörig schief

Ein mehr als zwei Stunden verspäteter Marabu-Flug von Mallorca nach Leipzig wurde wegen des Drohneneinsatzes am Airport Leipzig/Halle nach Nürnberg umgeleitet

Einsatz am Flughafen Leipzig: Auch eine Mallorca-Maschine war betroffen.

Einsatz am Flughafen Leipzig: Auch eine Mallorca-Maschine war betroffen. / Tobias Junghanns/dpa

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Johannes Krayer

Johannes Krayer

Der Drohnenzwischenfall am Flughafen Leipzig/Halle in der Nacht auf Mittwoch (5.8.) hat auch einen Mallorca-Flug durcheinandergewirbelt. Weil am Airport am Schkeuditzer Kreuz kurz vor Mitternacht eine Drohne oder ein ähnliches Flugobjekt gesichtet worden war, wurde der Flugbetrieb gegen 0.05 Uhr komplett eingestellt. Neben der Drohne wurde ein weiterer zunächst unbekannter Gegenstand auf der Südpiste des Flughafens entdeckt.

Dieses musste durch die Bundespolizei untersucht werden, erklärte der Sprecher der Leipziger Polizeidirektion, Olaf Hoppe, in der Leipziger Volkszeitung (LVZ). Wie die LVZ weiter berichtet, konnten aufgrund der Sperrung des Flughafens mehrere Frachtmaschinen sowie eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Marabu nicht landen, die von Mallorca nach Leipzig unterwegs war. Der Flieger wurde an den Flughafen von Nürnberg umgeleitet, von wo aus die Reisenden anderweitig nach Leipzig weiterfuhren.

Die Route der nach Nürnberg umgeleiteten Marabu-Maschine.

Die Route der nach Nürnberg umgeleiteten Marabu-Maschine. / Flightaware

Doppelt Pech gehabt

Die Passagiere des Marabu-Fluges mit der Flugnummer MBU6777 hatten dabei doppelt Pech, denn wäre ihre Maschine pünktlich gestartet, hätten sie ohne Schwierigkeiten in Leipzig landen können. Doch der Flieger, der um 20.50 Uhr in Palma abfliegen sollte, hatte mehr als zwei Stunden Verspätung und kam somit erst um 23 Uhr los. Die Landung in Nürnberg erfolgte dann um 1.16 Uhr.

Nach Angaben der LVZ wurde das unbekannte Objekt im Bereich von Antonov-Frachtmaschinen entdeckt. Das staatliche ukrainische Unternehmen Antonov Company habe sich allerdings auf Nachfrage noch nicht äußern wollen. Man warte zunächst die Ergebnisse der Ermittlungen ab, hieß es.

Der Flugbetrieb auf der Nordpiste konnte bereits um 1.55 Uhr wieder aufgenommen werden, die Südpiste war auch am Mittwochmorgen noch gesperrt. Zunächst war nicht geklärt, ob zwischen dem Flugobjekt und dem Gegenstand auf der Südpiste ein Zusammenhang besteht.

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