Auf dem Weg zum Junggesellenabschied auf Mallorca: Ryanair-Pilot wirft Betrunkene raus – dann eskaliert die Lage
Der Vorfall ereignete sich am späten Freitagabend (14.8.) am Flughafen Klagenfurt, als eine Reisegruppe nach Palma fliegen wollte

Eine Maschine von Ryanair (Symbolfoto). / Thomas Banneyer/dpa
Schwerer Zwischenfall am Flughafen Klagenfurt: Die Polizei hat am Freitagabend (14.8.) mehrere Mitglieder einer achtköpfigen Reisegruppe festgenommen, die auf dem Weg zu einem Junggesellenabschied nach Mallorca war. Das gab die Landespolizeidirektion Kärnten in einer Pressemitteilung bekannt.
Demnach ereignete sich der Vorfall gegen 22.40 Uhr. Der Pilot des Ryanair-Flugs FR2172 verweigerte zwei Männern aus der Gruppe die Mitnahme im Flieger, da sie stark alkoholisiert waren. Dies führte zu einer Diskussion, in deren Verlauf die Polizei gerufen werden musste. Die beiden Männer beschimpften die einschreitenden Beamten und mussten zur Klärung ihrer Identität auf die Polizeiinspektion gebracht werden.
Handgreiflichkeiten gegen Polizei
Der Rest der Reisegruppe verließ kurz darauf ebenfalls den Flieger und sorgte dabei für einen derartigen Aufruhr, dass erneut die Beamten gerufen werden mussten. Vier Männer aus der Gruppe zeigten sich äußerst aggressiv gegenüber der Polizei. So kam es laut Pressemitteilung sogar zu Handgreiflichkeiten gegen die Beamten. Vier Personen wurden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen, eine weitere wegen des Delikts der Verwaltungsübertretung. Ein Beamten wurde bei dem Einsatz leicht verletzt. Die Maschine konnte schließlich gegen 23.20 Uhr mit rund 70-minütiger Verspätung starten und kam um 1 Uhr in der Nacht auf der Insel an.
Dass der Ryanair-Pilot so streng gegen die betrunkenen Urlauber vorging, ist wenig überraschend. Die irische Billigfluglinie verfolgt seit längerem eine Null-Toleranz-Politik gegen alkohol- oder drogenbedingte Ausfälle an Bord der Maschinen. Immer wieder hat Airline-Chef Michael O'Leary in der Vergangenheit gefordert, dass der Verkauf von Alkohol an Flughäfen eingeschränkt wird. Die Fluggesellschaft argumentiert damit, dass die Zwischenfälle mit Problempassagieren kostspielige Folgen hat.
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