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Mit dem Handy zugeschlagen: Flughafenmitarbeiterin auf Mallorca verletzt

Erst ging es um den Nachweis des Residentenrabatts, dann eskalierte die Situation zwischen einer Reisenden und der Angestellten einer Fluggesellschaft. Nach dem erneuten Angriff am Flughafen Palma fordert die Gewerkschaft UGT Konsequenzen

Archivbild von Passagieren am Flughafen Mallorca

Archivbild von Passagieren am Flughafen Mallorca / Manu Mielniezuk

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Am Flughafen von Mallorca ist es erneut zu Handgreiflichkeiten gegen Mitarbeiter gekommen. Das hat die Gewerkschaft UGT am Dienstag (1.9.) in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Plötzlicher Wutanfall

Den Angaben zufolge ereignete sich der Angriff am vergangenen Freitag (28.8.). Opfer war die Mitarbeiterin einer Fluggesellschaft. Wie es heißt, hatte sie eine Reisende darauf hingewiesen, dass es Probleme beim Nachweis ihres Residentenrabatts gebe. Dieser ist eine Vergünstigung für Bewohner der Balearen, die aufs spanische Festland reisen wollen. Sie zahlen für ihre Flugtickets nur 25 Prozent des Normalpreises, müssen aber am Flughafen nachweisen, dass sie mit ihrem Erstwohnsitz auf den Inseln gemeldet sind.

Als die Kontrolleurin der Fluggesellschaft, die Mitglied in der Gewerkschaft UGT ist, die Passagierin darauf aufmerksam machte, dass etwas an ihren Dokumenten nicht stimme, wurde diese aggressiv und schlug die Mitarbeiterin mit ihrem Handy. Sie traf den Kopf, das Ohr und die Schulter der Frau, die sich daraufhin krankschreiben ließ.

Kein Einzelfall

Nach Angaben der UGT ist der aktuelle Fall bereits der zehnte Angriff auf Flughafenpersonal auf den Balearen innerhalb eines Jahres. Die Gewerkschaft bezeichnete die zunehmenden Übergriffe als „inakzeptabel“. Konflikte entstünden längst nicht mehr nur wegen Gepäckgebühren oder Problemen beim Boarding. „Jeder Zwischenfall, jede Regel, die angewendet werden muss, oder jede Situation, die bei einem Passagier Frust auslöst, kann zum Vorwand für Beleidigungen, Drohungen oder sogar Angriffe werden“, erklärte die UGT.

Die Gewerkschaft fordert „echte Präventionsmaßnahmen und wirksame Schutzprotokolle“. Auf Angriffe müsse konsequent reagiert werden. Zugleich müsse der Schutz aller Beschäftigten gewährleistet sein, die an den Flughäfen direkten Kontakt mit Passagieren haben.

Arbeit immer riskanter

„Die Arbeit an Flughäfen entwickelt sich zu einer Risikotätigkeit“, erklärte die UGT. Der spanische Flughafenbetreiber Aena und die zuständigen Behörden dürften solche Fälle nicht länger als vereinzelte Vorfälle betrachten.

Die Gewerkschaft erinnerte zudem daran, dass die Beschäftigten weder für Tarife noch für Ticketbedingungen, Residentenrabatte oder andere Vorschriften verantwortlich seien, an die sich Passagiere halten müssten.

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