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Teures Busfahren: Palma schafft vergünstigte Mehrfahrtenkarten für Nichtresidenten ab

Bisher bot die Zehnfahrtenkarte Nichtresidenten eine Möglichkeit, beim Busfahren in Palma zu sparen. Nach Angaben der EMT ist diese aufgrund der anstehenden Tarifänderung nun nicht mehr erhältlich

Fahrgäste steigen in einen EMT-Bus in Palma.

Fahrgäste steigen in einen EMT-Bus in Palma. / Guillem Bosch

Die EMT (Empresa Municipal de Transportes de Palma de Mallorca) hat die Zehnfahrtenkarte für Busse in Palma abgeschafft. Bereits seit einigen Wochen waren die Karten nicht mehr an den Automaten am Plaça d'Espanya erhältlich. Grund dafür sei die anstehende Tarifänderung, wie ein Servicemitarbeiter im EMT-Büro im Zentrum von Palma erklärte.

Residenten fahren kostenlos

Während Residenten mit der Tarjeta Única auch 2026 gänzlich kostenfrei Bus fahren können, wird für Urlauber und kurzfristigere Bewohner der Preis für die Einzelfahrt im kommenden Jahr um satte 50 Prozent von zwei Euro auf drei Euro erhöht. Will man umsteigen, wird für jedes neue Einsteigen erneut der volle Fahrpreis fällig. Bisher bot eine Zehnfahrtenkarte zum Preis von 15 Euro zumindest die Option auf eine Einsparung von 25 Prozent der Kosten pro Fahrt. Diese konnte an Fahrkartenautomaten an der Plaça d'Espanya gelöst werden. Das ist nun nicht mehr möglich.

Symbolbild: Busse der städtischen Busfirma "EMT".

Für diese Busse der städtischen Busfirma "EMT" gibt es keine Zehnerkarten mehr zu kaufen.. / Adjuntament de Palma

Künftig Kartenzahlung im Bus

Aktuell sind für Nichtresidenten Busfahrscheine nur gegen Barzahlung im Bus und an wenigen Automaten erhältlich. Dabei werden von den Busfahrern nur Münzen sowie Fünf- und Zehn-Euro-Scheine akzeptiert. In Zukunft soll das System hingegen auf Kartenzahlung umgestellt werden.

Gestiegene Betriebskosten und Ausweitung des Angebots

Dann soll es für jede Zahlung mit Bankkarte einen Rabatt auf den Fahrpreis geben, so wie es schon bei den Überlandbussen der Fall ist. Wie hoch dieser ausfallen solle, sei allerdings noch nicht bekannt. Er gelte dann aber für alle zahlenden Kunden gleichermaßen - egal ob bei einmaliger Nutzung oder bei vielen Fahrten. Die anstehende Fahrpreiserhöhung für Nichtresidenten hatte die EMT mit gestiegenen Betriebskosten begründet. Zudem führe die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs durch Residenten zu einer Erweiterung des Angebots, was weitere Mehrkosten mit sich bringt.

Andernorts kostet Busfahren nur einen Bruchteil

In anderen spanischen Städten fährt man auch als Nichtresident deutlich günstiger als in Palma. In Sevilla kostet eine einzelne Busfahrt 1,40 Euro. Lädt man eine Mehrfahrtenkarte mit sieben Euro oder mehr auf, kostet eine Busfahrt in der andalusischen Hauptstadt 46 Cent. Umsteigen ist dabei inklusive. In Santander kostet das einmalige Lösen eines Bustickets 1,30 Euro. Mit aufgeladener Mehrfahrtenkarte (Mindestbetrag 5 Euro) bezahlt man in der kantabrischen Hauptstadt nur 33 Cent pro Fahrt. Auch beim Umsteigen wird kein Aufpreis fällig.

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