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Auf Mallorca schließen die Bankfilialen in Rekordtempo

Vor allem in ärmeren Stadtteilen und in den Dörfern kann man kaum noch Bargeld abheben

Geschlossene Bankfiliale in Palma. Manu Mielniezuk

Die Corona-Pandemie hat die Schließung von Bankfilialen und Geldautomaten auf Mallorca und den Nachbarinseln beschleunigt. So sind seit März 2020 rund ein Drittel der Filialen geschlossen worden. Aktuell gibt es auf den Inseln noch 460 Orte, an denen man Bargeld abheben kann. Grund sei vor allem die Umstrukturierung der Banken und der Umstand, dass viele Menschen mit der Karte oder dem Handy bezahlen.

Ungleiche Verteilung der Schließungen

Alfonso Rodríguez, Chef der balearischen Verbraucherschutzorganisation Consubal, erklärte gegenüber der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca", dass die Schließungen eher die Dörfer als die Städte betreffen - und eher ärmere Stadtteile als die reichen Viertel.

So würden die Filialen in barrios wie Son Gotleu oder Pere Garau geschlossen, an der Plaça d'Espanya oder auch in der Einkaufsmeile Jaume III. blieben sie hingegen offen. In Palma allein sei in den vergangenen sieben Jahren die Zahl der Möglichkeiten zum Geldabheben um die Hälfe gesunken.

Es gebe zudem mittlerweile Dörfer auf der Insel, in denen es keinen einzigen Geldautomaten gebe, so etwa Es Capdellà oder Búger. "Beeinträchtigt werden dadurch vor allem ältere Menschen", so Rodríguez. /pss

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