Diesen Banken vertrauen die Menschen auf Mallorca
Wer nach Mallorca auswandert, kommt kaum um ein spanisches Konto herum. Doch welches Geldinstitut kommt infrage? Wie eine Umfrage zeigt, stellen die klassischen Großbanken die Spanier nicht mehr zufrieden. Stattdessen punkten kleinere Online-Banken

Wem vertraue ich mein Geld an? Viele Nutzer in Spanien sind mit den großen, herkömmlichen Banken unzufrieden. / FOTO: DVQ2
Transparenz ist das, was die Menschen auf Mallorca und im Rest von Spanien am meisten an ihren Geldinstituten schätzen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die spanische Verbraucherschutzorganisation OCU unter mehr als 23.000 Bankkunden durchgeführt hat. Entscheidend sei demnach, dass die Bank des Vertrauens leicht verständliche Produkte mit einer klaren Gebührenstruktur anbietet. Auch der Kundenservice und das Online-Banking seien für die Kunden wichtige Kriterien. Doch welche Banken schneiden am besten ab?
Gewinner und Verlierer
Unter den 41 bewerteten Banken stechen die Gesamtresultate der Caja Rural de Asturias hervor, gefolgt von der deutschen Neobank N26 und der Caixa Guissona. „Überraschend ist, dass fünf der zehn bestbewerteten Banken reine Online-Banken sind“, schreibt OCU. Neben N26 seien dies ING, Revolut, Openbank und MyInvestor.
Zu den am schlechtesten bewerteten Banken gehören Unicaja, Caixabank und Caja Rural del Sur, vor allem aufgrund ihrer hohen Gebühren und Kosten. Überhaupt konnten die Großbanken die befragten Nutzer nicht überzeugen: Neben Caixabank schneiden BBVA, Santander und Sabadell weit unter Durchschnitt ab.
Nicht erreichbar?
Das größte genannte Problem war die Schwierigkeit, Kontakt zur Bank aufzunehmen (23 Prozent der Nutzer). Es folgten Fehler bei der Anwendung von Gebühren oder die Kosten (zwölf Prozent), Aufdringlichkeit beim Verkauf unerwünschter Produkte (zehn Prozent), Schwierigkeiten bei der Nutzung der Website oder der App der Bank (neun Prozent). Vier Prozent der Befragten gaben an, nach nicht autorisierten Kontoabflüssen oder Online-Betrügereien Schwierigkeiten gehabt zu haben, das Geld zurückzubekommen.
Nähe nicht mehr so wichtig
Die Befragten gaben auch ihre Hauptgründe für die Wahl einer Bank an. Dabei spielt die räumliche Nähe zur Filiale nicht mehr so eine große Rolle – „was angesichts des Wachstums des Online-Bankings und der Schließung vieler Filialen verständlich ist“, heißt es im Bericht der Verbraucherschützer. Heute sei das wichtigste Kriterium die Verwaltung der Einkünfte, wobei auch bestehende Produkte bei der Bank, wie zum Beispiel Hypotheken, einen großen Einfluss hätten.
Zusammenfassend: Effizientes Online-Banking – sei es über eine Website oder eine App –, um die Bankgeschäfte ohne den Gang zur Filiale erledigen zu können, wird auch für die spanischen Kunden immer wichtiger. Ebenso relevant ist die Transparenz bei den Kostenstrukturen sowie Klarheit und Einhaltung der ursprünglich angebotenen Bedingungen. „Auch die Möglichkeit, bei Fragen oder Beschwerden von einem Mitarbeiter betreut zu werden, der diese auf klare und einfache Weise löst, bleibt ein entscheidender Service“, so das Resümee der Verbraucherschutzorganisation.
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