Spanische Weihnachtslotterie 2025: Das müssen Sie jetzt wissen
Von Décimos bis Pedreas: So funktioniert die spanische Weihnachtslotterie mit Milliardengewinnen

Vor der Ziehung der Weihnachtslotterie werden in Madrid erst einmal die beiden Lostrommeln überprüft. | ARCHIVBILD: EDUARDO PARRA/EUROPA PRESS
Am Montag (22.12.) ist es wieder so weit: Im Teatro Real in Madrid steigt die Ziehung der größten Lotterie der Welt, der spanischen Weihnachtslotterie. Millionen Spanier schauen dann gebannt auf die zwei Lostrommeln, aus denen Gewinnnummern und Preise gezogen werden. Mehr als drei Stunden lang singen jeweils zwei Kinder des ehemaligen Waisenhauses und der heutigen Schule San Ildefonso die Glückszahlen vor – der live im Fernsehen und Radio übertragene Singsang ist der Sound der Weihnachtslotterie. Wem das zu viel ist, der kann unter anderem auf der Website der Mallorca Zeitung überprüfen, ob sein Los zu den Gewinnern gehört.
Wie funktioniert die Weihnachtslotterie?
Gespielt wird mit einer fünfstelligen Zahl. Somit sind 100.000 Kombinationen möglich. Da die Spanier im Durchschnitt drei Lose kaufen, reicht die Anzahl nicht aus. Daher gibt es jede Nummer dieses Jahr 198 Mal. Die sogenannte Serie ist auf dem Los aufgedruckt, spielt für die Auslosung aber keinerlei Rolle. Die Gewinnnummer jeder Serie bekommt den jeweiligen Preis. Mit 1:100.000 ist die Chance auf den „Gordo“ sehr hoch. Zum Vergleich: Bei der deutschen Lotterie 6 aus 49 liegt die Wahrscheinlichkeit für den Hauptgewinn bei 1:15.537.573. Dafür sind die Lose teuer. Eine Nummer kostet 200 Euro. Da sich das nur wenige leisten wollen oder können, werden die Lose gezehntelt und in sogenannten décimos zu je 20 Euro verkauft.
3,96 Milliarden Euro fließen durch den Verkauf in die Staatskasse, davon werden 70 Prozent, 2,77 Milliarden Euro als Gewinne ausgeschüttet. Theoretisch besteht die Möglichkeit, dass niemand die Gewinnnummer des Gordo gekauft hat. Dann bleibt das Geld beim Staat. Bislang ist das nur im Jahr 1931 geschehen.
Wie hoch sind die Gewinne?
Für Lottogewinne gibt es in Spanien eine steuerliche Freigrenze in Höhe von 40.000 Euro. Höhere Preisgelder werden mit 20 Prozent besteuert. Der Hauptpreis Gordo ist mit 400.000 Euro pro Zehntellos dotiert, von dem dann 328.000 Euro übrig bleiben (nach Abzug der 40.000 Euro Freigrenze entsprechen die 72.000 Euro 20 Prozent von 360.000 Euro). Zudem gibt es einen zweiten (108.000 Euro nach der Steuer), einen dritten (48.000 Euro nach der Steuer), zwei vierte (20.000 Euro) und acht fünfte Preise (6.000 Euro). Wie beim Gordo wird dafür eine fünfstellige Ziffer gezogen. Das Los muss komplett übereinstimmen.
Die Kinder singen 1.794 weitere Gewinnnummern aus – die pedreas – für die es 100 Euro pro Zehntellos gibt. Trostpreise gibt es für die Nummer vor und nach dem ersten (2.000 Euro), zweiten (1.250 Euro) und dritten (960 Euro) Preis. Bei wem die letzten beiden Ziffern des ersten, zweiten oder dritten Preises übereinstimmen, der bekommt 100 Euro. Die gleiche Summe gibt es für die letzten drei Stellen der vierten Preise. Den Einsatz in Höhe von 20 Euro bekommt man zurück. Statistisch waren das in der Geschichte der Lotterie am häufigsten die 4, 5 und 6.
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