Gute Nachrichten für Rentner in Spanien: So stark steigen 2026 die Bezüge
Gerade diejenigen, die eine geringe Rente erhalten, profitieren von der Erhöhung der Bezüge

Reicht das Geld? Die Renten steigen immerhin im neuen Jahr. / DPA
Gabriel Ubieto
Mehr als zehn Millionen Menschen beziehen in Spanien eine Art von Rente. Das öffentlichte Rentensystem verschlingt rund 11,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und auch 2026 wird das öffentliche Rentensystem – zum fünften Jahr in Folge – die Kaufkraft der Rentnerinnen und Rentner sichern. Vor allem die Bezüge in den niedrigeren Kategorien steigen stärker als die Inflation. Damit wird denen mehr geholfen, die weniger haben.
Die Altersrenten sind die Leistungen, die die meisten Menschen in Spanien beziehen. Rund sechs Millionen Personen sind Begünstigte im Rahmen der „beitragsabhängigen Renten“ („pensiones contributivas“), da ihre Höhe davon abhängt, wie viel jede Person während ihres Arbeitslebens in die Sozialversicherung eingezahlt hat. Und wie die letzte Rentenreform gesetzlich festgelegt hat, steigen alle beitragsabhängigen Leistungen – unabhängig davon, welche Regierung gerade im Amt ist – jedes Jahr im selben Ausmaß wie der Verbraucherpreisindex (IPC), um die Kaufkraft zu erhalten.
Grundlage für die Berechnung ist der durchschnittliche Inflationswert zwischen Dezember des Vorvorjahres und November des Vorjahres. Für 2026 bedeutet dies einen Anstieg um 2,7 Prozent. Folglich steigt die durchschnittliche Altersrente von bislang 1.510 Euro pro Monat um rund 41 Euro pro Monat auf 1.551 Euro.
Wie stark steigen die Mindestrenten?
Die nicht beitragsabhängige Mindestrente steigt um 11,4 Prozent, also um 64 Euro pro Monat, und erhöht sich von derzeit 564,7 Euro monatlich (bei den in Spanien üblichen 14 Zahlungen) auf 629 Euro. Diese Zuschüsse erhalten Personen, die nicht lange genug Beiträge gezahlt haben, um Anspruch auf beitragsabhängige – und höhere – Leistungen zu haben. Die Maßnahme kommt Daten der Sozialversicherung zufolge etwa 720.000 Menschen zugute.
Die Mindestbeträge der beitragsabhängigen Renten steigen um 7 Prozent. Damit wird die Mindestaltersrente für Einpersonenhaushalte auf 936,20 Euro pro Monat festgesetzt (oder 13.106,80 Euro jährlich, in 14 Zahlungen). Bei Rentnerinnen und Rentnern mit unterhaltsberechtigtem Ehepartner steigt sie auf 1.256,60 Euro pro Monat (oder 17.592,4 Euro jährlich, in 14 Zahlungen).
Gibt es eine „Nachzahlung“ („paguilla“) wie in anderen Jahren?
Nein. Das aktuelle System zur Rentenberechnung beseitigt frühere Mechanismen wie die „paguillas“, die den Unterschied zwischen dem endgültigen Verbraucherpreisindex und der zu Jahresbeginn von der Regierung beschlossenen Erhöhung ausgleichen sollten. Seit ein paar Jahren gibt es solche Zahlungen nicht mehr; sie waren zwar vor Jahrzehnten üblich, aber dieses Jahr und auch in den kommenden Jahren wird es sie nicht geben. Diese traditionellen „paguillas“ sind aus den Rentenabrechnungen verschwunden, da die jährliche Aufwertung der Renten von vornherein Inflationsanstiege automatisch abdeckt.
Wie stark steigt das Grundeinkommen (Ingreso Mínimo Vital)?
Das Grundeinkommen (Ingreso Mínimo Vital), das derzeit etwa 785.000 Familien in ganz Spanien erhalten, steigt ebenfalls um 11,4 Prozent. Das bedeutet konkret: Bei einer Leistung für eine alleinstehende Person sind das 75,1 Euro mehr pro Monat, insgesamt 733,9 Euro monatlich. Die maximale Zahlung – für eine Bedarfsgemeinschaft mit sieben oder mehr Mitgliedern – steigt um 165,2 Euro pro Monat auf insgesamt 1.614,59 Euro monatlich.
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