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Online-Wetten in den Steuerdaten? Guardia Civil warnt vor Betrug mit gestohlener Identität

Die Guardia Civil warnt vor Identitätsdiebstahl, bei dem persönliche Daten für die Eröffnung von Wettkonten missbraucht werden, was zu falschen Steuerangaben führt

Der große Schreck: Wenn plotzlich Wetteinnahmen in der Steuererklärung auftauchen, von denen man nichts wusste.

Der große Schreck: Wenn plotzlich Wetteinnahmen in der Steuererklärung auftauchen, von denen man nichts wusste. / La Información

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C. Suena

Wer derzeit in Spanien seine Steuerdaten für die Einkommensteuererklärung prüft, sollte besonders aufmerksam sein. Die Guardia Civil warnt in einem Video vor einer Betrugsmasche, bei der Kriminelle gestohlene persönliche Daten nutzen, um Konten bei Online-Wettanbietern zu eröffnen. Die dort erzielten Umsätze oder Gewinne können später in den Steuerdaten der eigentlichen Opfer auftauchen.

Für Betroffene kann das ein großer Schreck sein. Denn plötzlich erscheinen in den Daten der Steuerbehörde Wetten oder Gewinne, obwohl die Person selbst nie auf einer Online-Glücksspielplattform gespielt hat. Nach Angaben der Guardia Civil handelt es sich in solchen Fällen möglicherweise nicht um einen einfachen Fehler, sondern um Identitätsdiebstahl. Die Betrüger nutzen demnach persönliche Daten wie den Namen und die DNI- oder NIE-Nummer, um bei Wettanbietern Konten zu eröffnen. Die Aktivitäten auf diesen Konten werden anschließend der Person zugerechnet, deren Daten missbraucht wurden.

Steuerentwurf nicht vorschnell bestätigen

Die wichtigste Empfehlung der Guardia Civil lautet: Wer in seinen Steuerdaten Wetten oder Gewinne entdeckt, die er nicht selbst getätigt hat, sollte den Steuerentwurf nicht bestätigen.Vor dem Absenden der Steuererklärung sollte genau geprüft werden, ob die Angaben zu Online-Glücksspielplattformen tatsächlich stimmen. Wird der Entwurf bestätigt, ohne die falschen Daten zu klären, kann das spätere Reklamationen erschweren.

Was Betroffene tun sollten

Die Guardia Civil rät Betroffenen, mehrere Schritte einzuleiten. Zunächst sollen sie das sogenannte PACS-Protokoll nutzen. Dabei handelt es sich um ein Verfahren für Steuerzahler, deren Identität missbraucht wurde. Es soll Opfern dieser Betrugsmasche helfen und kann online genutzt werden. Außerdem sollten Betroffene Anzeige bei der Guardia Civil oder einer anderen Polizeibehörde erstatten. Das ist nach Angaben der Guardia Civil ein grundlegender Schritt, um den Identitätsdiebstahl später gegenüber der Steuerbehörde nachweisen zu können.

Wichtig ist also nicht nur, den Fehler in den Steuerdaten zu bemerken. Betroffene müssen auch offiziell dokumentieren lassen, dass die Wetten nicht von ihnen stammen.

Falsches Wettkonto schließen lassen

Zusätzlich empfiehlt die Guardia Civil, den betroffenen Wettanbieter zu kontaktieren. Das betrügerisch eröffnete Konto sollte geschlossen werden. Außerdem sollten Betroffene Aktivitätsbescheinigungen anfordern.

Diese Unterlagen können später wichtig sein. Sie sollten nach Möglichkeit auch Angaben zu den Zugriffsdaten enthalten, etwa zur IP-Adresse. Damit lässt sich besser belegen, dass das Konto nicht von der betroffenen Person selbst genutzt wurde.

Finanzamt mit Unterlagen informieren

Sobald die Dokumente gesammelt sind, sollten Betroffene die Agencia Tributaria informieren. Dafür sollten alle Nachweise vorgelegt werden: die Anzeige, Bescheinigungen des Wettanbieters, Daten zum betrügerischen Konto und weitere Unterlagen, die den Identitätsdiebstahl belegen können.

Ziel ist es, gegenüber dem Finanzamt nachvollziehbar darzustellen, dass die aufgeführten Wetten oder Gewinne nicht von der betroffenen Person stammen.

So lässt sich vorbeugen

Die Guardia Civil weist auch auf eine Möglichkeit hin, sich besser vor solchen Fällen zu schützen. Empfohlen wird der Dienst „Phishing Alert“ der spanischen Generaldirektion für Glücksspielregulierung. Dieser Dienst warnt, wenn jemand versucht, sich mit fremden persönlichen Daten auf einer Online-Glücksspielplattform zu registrieren.

So können verdächtige Vorgänge früher erkannt werden, bevor sie steuerliche Folgen haben.

Persönliche Daten besser schützen

Der Fall zeigt nach Angaben der Guardia Civil, wie gefährlich der leichtfertige Umgang mit persönlichen Daten sein kann. Besonders sensible Informationen wie die DNI-Nummer sollten geschützt werden. Wer Dokumente verschickt oder Ausweiskopien teilt, sollte darauf achten, sensible Angaben möglichst nicht unnötig offenzulegen.

Die Guardia Civil rät außerdem dazu, Konten regelmäßig zu überprüfen und persönliche Daten sorgfältig zu schützen.

Die wichtigste Regel: Steuerdaten genau prüfen

Für Steuerzahler lautet die zentrale Botschaft: Den Entwurf der Einkommensteuererklärung nicht ungeprüft bestätigen. Tauchen dort Gewinne aus Online-Wetten auf, die man nie getätigt hat, sollte man schnell handeln.

In solchen Fällen kann eine falsche Angabe mehr sein als ein kleiner Fehler. Es kann sich um Identitätsdiebstahl handeln. Wer rechtzeitig reagiert, kann Probleme mit dem Finanzamt vermeiden und den Missbrauch seiner persönlichen Daten stoppen.

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