29. Mai 2014
29.05.2014

Skandale: Wie der Ruf des Königshauses gelitten hat

02.06.2014 | 15:24

Das Ansehen des spanischen Königshauses hatte in den vergangenen Jahren deutlich gelitten. Auch der König selbst hatte dazu beigetragen: Viele Bürger empörten sich darüber, dass der Ehrenvorsitzende des Naturschutzverbands WWF in Afrika auf Elefantenjagd ging und sich mit einem toten Dickhäuter ablichten liess. Zudem soll der Monarch Gerüchten zufolge in Begleitung einer Geliebten unterwegs gewesen sein: Corinna zu Sayn-Wittgenstein habe nicht nur den Jagdausflug organisiert, sondern stünde dem König auch sonst recht nah, hieß es.

Sorgen bereitete dem König aber auch sein Schwiegersohn Iñaki Urdangarin: Der Ehemann der jüngsten Königstochter Cristina ist in einen Korruptionsskandal verwickelt, das Gericht in Palma ermittelt nach wie vor. Der ehemalige Handball-Nationalspieler Urdangarín soll zwischen 2004 und 2006 aus seiner privilegierten Stellung als Mitglied der Königsfamilie Profit geschlagen und gewaltige Summen an der Steuerbehörde vorbeigeschleust haben. Auf die Spur der fragwürdigen Geschäfte waren die Ermittler unter anderem bei der Aufarbeitung des Korruptionsskandals um die Palma Arena gekommen, eine vom ehemaligen Balearen-Premier Jaume Matas (PP, 2003-2007) in Auftrag gegebene Radsporthalle. Urdangarín wurde daraufhin von den öffentlichen Auftritten der königlichen Familie ausgeschlossen.

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