20. April 2018
20.04.2018

Trauer um deutsche Nonne aus Cala Ratjada

13 Jahre wirkte Schwester Ignatia Maria zusammen mit Schwester Agneta auf Mallorca. Jetzt ist sie in Deutschland gestorben

20.04.2018 | 12:31
Schwester Ignatia Maria im April 2015 in Cala Ratjada.

Schwester Ignatia Maria, die 13 Jahre lang in Cala Ratjada auf Mallorca gewirkt hat, ist im Alter von 80 Jahren in Deutschland verstorben. Die Niederbronner Schwester erlag am Dienstag (17.4.) im Krankenhaus zum Guten Hirten in Ludwigshafen-Oggersheim einem Krebsleiden.

Die Nonne war im Jahr 2002 nach Mallorca gekommen und war stets zusammen mit Schwester Agneta im Einsatz. In ihren Mallorca-Jahren haben die beiden Schwestern viele Menschen kennengelernt, Freunde gewonnen und im Auftrag der deutschen Bischofskonferenz Seelsorge geleistet. Eine "segensreich und arbeitsreiche Zeit", so die Schwestern beim letzten Treffen mit der Mallorca Zeitung im Juni 2015.

Die beiden tatkräftigen Frauen hatten das ehemalige Franziskanerinnen-Kloster in der Carrer de ses Monges zum sozialen Treffpunkt gemacht, Haus und Garten mit tatkräftiger Hilfe hergerichtet, auch spanische Gottesdienste mitgestaltet, sich erst mit Handwerkspfusch am Dach herumgeärgert, sich dann vom spanischen Franziskaner-Orden vor die Tür setzen lassen und noch drei Jahre ehrenamtliche Seelsorge angehängt, bevor es schließlich wieder nach Deutschland zurückging.

Die Schwestern zogen nicht wieder nach Trippstadt, ins pfälzische Kloster der „Schwestern vom göttlichen Erlöser", wo sie zuvor gelebt hatten – die dortige Gemeinschaft der Niederbronner Schwestern war inzwischen aufgelöst worden. Neues Zuhause wurde ein Wohnheim in Ludwigshafen-Oggersheim. Es gehört zu einem Krankenhaus, das vor allem psychisch kranke Menschen behandelt.

Der Krebs war bei Ignatia Maria bereits 2014 diagnostiziert worden, es folgten eine Operation und eine fünfmonatige Therapie in Deutschland, bevor sie noch einmal nach Mallorca zurückkehrte.

Tatkräftig, gut gelaunt, mitfühlend und mutig hat der Autor dieser Zeilen Schwester Ignatia Maria in Erinnerung. Und wann schon wird einem Reporter beim Interview ein Lied vorgesungen? Es waren Kostproben aus einer CD, auf der die Schwestern ihre geistigen „Hausgesänge" aufgenommen hatten, die sie immer im Tagesverlauf trällerten. 

Die Beerdigung findet am Dienstag (24.4.) um 14 Uhr auf dem Klosterfriedhof Estahl statt. Wer will, kann im Sinne von Schwester Ignatia Maria anstelle von Blumen eine Spende überweisen für das Projekt der Mitschwestern in Indien. Sie ermöglichen armen Kindern, die im Steinbruch arbeiten müssen, eine schulische Ausbildung.  /ff

Verwendungszweck: Kade Agrahara - Indien
Empfänger: Kongr.d.Schw.v.Goettl.Erl.
BIC: GENODEF1M05
Bank: LIGA Bank Regensburg
IBAN: DE86 7509 0300 0005 1320 10

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