03. August 2018
03.08.2018

Spanien-Premiere für "Die Liebe Deines Lebens"

Wir haben uns den auf Mallorca gedrehten Film vorab angesehen

03.08.2018 | 01:00
Auch Hannes Jaenicke (am Kopfende) spielt in dem Film „Die Liebe Deines Lebens" mit. Unser Bild entstand bei den Dreharbeiten in Cas Concos im Dezember 2017.

Dass es sich mit einer ausgeglichenen Portion Selbstliebe einfacher leben lässt, wissen die meisten. Die Erkenntnis: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", hat sich schließlich seit Bibelzeiten verbreitet. Aber wie es mit Lebensweisheiten immer so ist, sie lassen sich nicht immer ganz einfach umsetzen. Jetzt gibt es zum Thema Selbstliebe einen passenden Film, der genau das zeigt.

Der deutsche Regisseur und Schauspieler Sebastian Goder, der nebenbei als Live-Balance-Coach wirkt, hat sich des Themas in seinem im vergangenen Jahr auf Mallorca produzierten „Soul-Movie" mit dem Titel „Die Liebe Deines Lebens" angenommen (MZ berichtete). Die Vorbereitungen dauerten ganze drei Jahre, gedreht wurde mit einer Crew von gerade einmal 25 Leuten. Die Finanzierung lief über Crowdfunding: Drehort: Mallorca.

Der Film beginnt damit, dass ein verwitweter Familienvater auf seinem 70. Geburtstag auf einer lauschigen Finca (bei Cas Concos auf Mallorca) seine erwachsenen Kinder dazu zwingt, sich mit der Frage „Seid ihr eigentlich glücklich?", auseinanderzusetzen. Jeder der sieben Hauptdarsteller bekommt diese Aufgabe gestellt. So bleibt genügend Projektionsfläche für den Zuschauer, sich mit einer oder sogar mehreren der Protagonisten zu identifizieren.

Am 11. sowie am 18. August wird der Film im Cal Reiet Holistic Resort in Santanyí zu sehen sein. Er wird weder im Fernsehen noch im Kino verbreitet, sondern ausschließlich über DVD. Die Premiere fand bereits am 12. April im Mathäser-Filmpalast in München statt, dennoch kehrt man zu weiteren Präsentationen an den Ursprungsort zurück, schließlich hat Mallorca dem 88-minütigen Filmprojekt durch ausgezeichnete Luftaufnahmen und dem mediterranen Finca-Flair eine gewisse Leichtigkeit verliehen.

Und ja, diese Leichtigkeit ist wichtig. Denn das Thema ist schwer. Es geht um das innere Kind, um die Fähigkeit, Gefühlen wie Wut und Trauer in bestimmten Lebenslagen Raum zu geben. Es geht um Selbstakzeptanz, um Narzissmus in seiner grandiosen sowie in seiner unterschwelligen Art – kurz: um den Kampf, sich akzeptiert zu fühlen. Wobei es doch so einfach sein könnte, diese Akzeptanz zu erlangen, wenn man sich einfach mal erlauben könnte, die eigene „Maske" abzusetzen, wenn man nur die Fähigkeit hätte, seine eigenen Kriterien dem Glücklichsein zuzuordnen.

Sebastian Goder ordnet sein Werk selbst als „Special-Interest-Film" ein, wohl wissend, das er so manchem damit zu nahetreten wird. Für diesen Film muss der Zuschauer eine gewisse Offenheit für diese recht spirituell präsentierten Themen mitbringen. Wem an dieser Stelle das Wort pathetisch in den Kopf geschossen sein sollte, und sich dabei erwischt, mitverschränkten Armen zu lesen, dem sei geraten: Lehnen Sie sich zurück, trinken Sie ein Glas Rotwein und lassen Sie sich gegebenenfalls von dem Menschen an Ihrer Seite, der sich wünscht, diesen Film gemeinsam mit Ihnen anzusehen, mitziehen. Ob Ihnen der Film gefällt, können Sie danach ja schließlich immer noch selbst entscheiden.

Die Vorstellung am 11. August, bei der der Regisseur Sebastian Goder und Schauspieler Michael von Au anwesend sein werden, ist bereits ausverkauft. Für die aufgrund der großen Nachfrage zusätzlich geplante Vorstellung am 18. August gibt es aber noch Karten. Beginn: 20.30 Uhr, Eintritt: 10 Euro, Reservierung unter Tel.: 971-94 70 47.

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