10. August 2018
10.08.2018

Jan Ullrich soll schon wieder in Untersuchungshaft sein

Nach einem Medienbericht wird gegen den ehemaligen Radprofi wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Diesmal soll er in Frankfurt am Main festgenommen worden sein

10.08.2018 | 11:58
Jan Ullrich auf seiner Finca auf Mallorca. In Frankfurt am Man soll er Freitag (10.8.) festgenommen worden sein.

Wie die "Bild-Zeitung" zuerst berichtete, wurde Jan Ullrich (44) in den frühen Morgenstunden am Freitag (10.8.) in Frankfurt festgenommen. Es soll im Hotel 5-Sterne-Hotel „Villa Kennedy" zu einem Zwischenfall mit einer Prostituierten gekommen sein.

Die Polizei in Frankfurt bestätigte der MZ, dass in den frühen Morgenstunden ein  44-jähriger Hotelgast nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung vorläufig festgenommen worden sei. "Zuvor war der Gast mit einer bei ihm weilenden Escortdame in Streit geraten. Im weiteren Verlauf soll er diese körperlich attackiert und verletzt haben", teilte die Polizei mit. Das verletzte Opfer habe medizinisch versorgt werden müssen, die genauen Umstände und der Tatablauf seien derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen.

Der ehemalige Radprofi Ullrich hatte Mallorca am Donnerstag verlassen, um eine Therapie wegen Drogen- und Alkoholmissbrauchs zu beginnen.

Die Vorgeschichte

Auf Mallorca war Jan Ullrich in der Freitagnacht (3.8.) vorübergehend festgenommen worden, nachdem er auf das Grundstück seines Nachbarn Til Schweiger (54) eingedrungen war. Angeblich habe er sich verabschieden wollen, nachdem er erfahren habe, dass Schweiger zurück nach Deutschland fliegen wolle. Am Pool des Hauses kam es zu einem Gerangel mit einem Mitarbeiter von Schweiger, bei dem sich Ullrich am Ellenbogen verletzte. Til Schweiger rief die Polizei, so wurde eine breite Öffentlichkeit auf den Fall aufmerksam. Ullrich verbrachte die Nacht in einer Gefängniszelle und wurde am nächsten Tag entlassen. Schweiger sagte in einem Interview mit der „Bild am Sonntag", dass er schon lange von den Suchtproblemen seines Nachbarn wusste und ihn auch darauf angesprochen habe.

Am Dienstag (7.8.) ging Schweiger zum Gericht in Palma und erklärte, dass er keine Anzeige erstatten wolle und auch keinen Schadensersatz oder Schmerzensgeld verlange. Er bestehe aber nach wie vor darauf, dass die bereits verhängte Näherungsverfügung von 50 Metern eingehalten wird. Für den Aufenthalt in einer Entzugsklinik wünschte er Ullrich alles Gute. /lk

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