01. März 2019
01.03.2019

Wie im Iglu - die erste Eisbar auf Mallorca öffnet ihre Pforten

Das kalte Vergnügen dauert nur 20 Minuten. Dann müssen Besucher wieder raus

01.03.2019 | 01:00
Craig Dorans in der Winterjacke, die auch jedem Besucher von der Bar gestellt wird. Handschuhe gibt es für 1 Euro.

Wohlfühltemperaturen wie im Iglu, und viel mehr Platz ist auch nicht: In Palma de Mallorca hat eine etwa 25 Quadratmeter große Eisbar eröffnet. Die Wände sind aus Eis, die Ecktische sind festgefroren. Platz nehmen kann man auf mit Tierfellen abgedeckten Thronen oder einer Eisbank. Zu bestaunen sind Eisskulpturen mit Mallorca-Bezug. Der Boden ist aus Kunststoff und etwas rutschig, eine Fußbodenheizung soll noch installiert werden. „Wir bieten Residenten und Touristen eine Erfahrung, die keine andere Bar auf der Insel bereithält", schwärmt Kellner Craig Dorans. Dabei sei der Ort eher eine Attraktion als eine Bar. „Zumindest für den ersten Drink des Abends eignet sich ein Besuch."

Das Publikum soll in höchstens 30er-Gruppen durch das Lokal geschleust werden. Nach 20 Minuten ist Schluss, dann können sich die nächsten Gäste in der –7 Grad warmen Höhle eine kalte Nase holen. Schon bei den Eintrittspreis kann man eine Gänsehaut bekommen: 17,50 Euro kostet die Abkühlung. „Ein Cocktail und ein Kurzer sind im Preis enthalten", sagt Craig Dorans. Hinter dem Angebot stecken die Eigentümer von Palma Jump, einem mallorquinischen Unternehmen mit weitgehend britischem Team, das in Palmas Gewerbegebiet Son Valentí eine Trampolin-Sporthalle betreibt. Der Besuch einer Eisbar in Barcelona hatte sie inspiriert, das Konzept auf Mallorca zu übertragen.

Lange Zeit sah es danach aus, als ob das Vorhaben nur ein Marketing-Gag auf Facebook ist. Im September 2018 hatte ein Unternehmen, das sich zunächst nicht zu erkennen gab, die Seite Palma Ice Bar ins Leben gerufen und angekündigt, im Winter 2018 eine nur aus Eis bestehende Bar zu eröffnen. Der Beitrag wurde schnell 1.680 Mal geteilt und 758 Mal kommentiert, obwohl die dazugehörige Website (www.palmaicebar.com) weder Informationen enthielt, noch ein Impressum hatte. Die ersten Reaktionen: „Endlich eine Garantie, dass das Bier wirklich kalt ist", schrieb ein Leser. „So lange wir die Stromrechnung nicht bezahlen müssen", schrieb ein anderer.

An der Lieferung der insgesamt 20 Tonnen schweren Eisblöcke per Kühl-Lkw aus Norwegen ließ das Unternehmen seine Follower im November teilhaben und forderte erneut zum Verlinken auf. Die Website befand sich währenddessen immer noch „im Aufbau". Ende Januar wurde dann die Adresse publiziert. Als der Eintrittspreis genannt wurde, kühlte die Begeisterung der User merklich ab: „Gott, ist das teuer", hieß es in einem der Kommentare.

Eintrittskarten vorab unter palma.bookdeck.co.uk/book/activity.php bestellen. Öffnungszeiten bis 1. April: 12 Uhr mittags bis 0 Uhr, danach bis 1 Uhr.

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