30. Mai 2019
30.05.2019

"Die Marke Purobeach verlangt danach"

Alberto Pons, Generaldirektor der Puro-Gruppe, über den Export mallorquinischen Beachflairs an andere Standorte

30.05.2019 | 16:56
Alberto Pons im Purobeach Illetes.

Seit Oktober 2018 ist Alberto Pons (51) Generaldirektor der Puro Group, zu der die Marken Purobeach, Purohotel, Purospa und Puromusic gehören. Gegründet hatte die Gruppe im Jahr 2004 der schwedische Unternehmer Mats Wahlström, Ex-Lebensgefährte der deutschen Schauspielerin Ursula Karven. 2014 verkaufte Wahlström seine Anteile an den Geschäftsmann Beltrán Álvarez de Estrada aus Madrid. Der kündigte damals eine umfassende Expansion auf Basis eines Franchise-Modells an. Heute gibt es neben den Purobeaches in Can Pastilla und Illetes welche in Marbella, Barcelona und Vilamoura (Portugal). In diesem Sommer sollen weitere Strandlokale in Dénia (Spanien) und Tahazout (Marokko) folgen. Alberto Pons ist als Generaldirektor unter anderem dafür verantwortlich, dass überall die gleichen Qualitätsstandards gelten. Die MZ trifft ihn im Purobeach Illetes, wo er über einigen Papiere brütet.

Es gibt schlimmere Arbeitsplätze €
(lacht) Ein Arbeitsplatz im Paradies. Ich habe immer gerne am Meer gearbeitet. Ich war
16 Jahre lang Direktor im Real Club Náutico de Palma, danach zwei Jahre Direktor in Puerto Portals, zwei Jahre Leiter der Autoridad Portuaria de Baleares (balearische Hafenbehörde, Anm. d. Red.).

Wie sind Sie zur Puro Group gekommen?
Ich wurde gefragt, ob ich den Purobeach Illetes leiten wolle, das habe ich ein Jahr lang gemacht. Dann hat man mich zum Generaldirektor berufen.

Was machen Sie als Generaldirektor?
Ich sorge für die Koordination. Ich komme ­eigentlich aus der Welt des Verkaufens. Von den jeweiligen Chefs erwarte ich ein proaktives Handeln, wir wollen uns ständig verbessern und von unseren Erfahrungen lernen. Mit den Purobeaches außerhalb von Mallorca ­lernen wir hinzu. Zudem finden gemeinsame Treffen der Puro-Leiter statt, das nächste ist auf Mallorca.

Beltrán Álvarez setzt seit seiner Übernahme stark auf internationale Expansion.
Die Marke Purobeach verlangt danach. Wir suchen uns aber aktiv keine neuen Locations, die Ideen werden an uns herangetragen und wenn uns das Konzept gefällt und unsere Anforderungen erfüllt, steigen wir ein.

Erstmals wird Purobeach in Nordafrika vertreten sein, in Marokko. Wie kam es dazu?
Tahazout ist eine Zone, die sich touristisch sehr weiterentwickelt, mit einem jungen ­Publikum. Der Beachclub liegt natürlich ­direkt am Meer, in einer beeindruckenden Umgebung, in der viele internationale Hoteliers investieren. Wenn wir einen Puro­beach eröffnen, sollte er in einer spektakulären ­Umgebung liegen, der im Einklang mit der ­Natur steht.

Woraus besteht das Konzept Purobeach?
Purobeach steht für Schönheit, Relaxen, einen modernen Lifestyle – der aber eine gewisse Klasse und Ästhetik mit sich bringt. Wir vermeiden alles Extreme. Der Gast soll in den ­Purobeaches den ganzen Tag verbringen und ihn entspannt verlassen. Wir achten sehr auf gutes Essen, auf den Service und entspannte Musik. Das Konzept gilt natürlich genauso für das Hotel wie für alle Produkte, die wir ­herausgeben.

Für 2020 gibt es Pläne, Purobeaches auf Kreta und in Ägypten zu eröffnen. Gerade wurde in Ägypten ein Bombenanschlag auf einen Touristenbus verübt, bei dem 17 Menschen verletzt wurden. Ist das Land nicht zu instabil für einen entspannten Beachclub?
Es gibt eine Möglichkeit, im nächsten Jahr einen Purobeach auf Kreta zu eröffnen. Im Fall von Ägypten haben wir ein Angebot bekommen, dem wir erst einmal offen gegenübertreten. Der Ort muss allerdings unsere Standards erfüllen, dazu gehört auch, dass die Sicherheit unserer Gäste gewährleistet ist. Wenn es keine Garantien gibt, werden wir nicht eröffnen.

Wie sorgen Sie dafür, dass sich alle Betreiber an die Qualitätsstandards halten?
Eine Abteilung der Gruppe kümmert sich darum. Sie organisiert monatliche Besuche in den verschiedenen Unternehmen.

Wie wird sich der Purobeach in Can Pastilla verändern?
Wir würden ihn gerne zu einer Art Wartebereich ausbauen, in dem Urlauber vor ihrem Flug nach Hause eine schöne Zeit verbringen können. Es gibt bereits einen Shuttle vom Hotel zum Beachclub. Den Shuttle von dort aus zum Flughafen gibt es offiziell noch nicht, ist aber eine Überlegung wert. Es sind ja nur fünf Minuten bis zum Flughafen.

Auf Mallorca wird die Gruppe weiter investieren? Zum Beispiel ins Hotel Can Coll?
Das Hotel soll in Palma an der Seite des Purohotels eröffnen, auf einem Fünf-Sterne-Niveau in einem mallorquinischen Stadtpalast. Wir bemühen uns um die Genehmigungen und hoffen, bald mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Vor 2020 oder Anfang 2021 wird die Eröffnung aber sicherlich nicht stattfinden.

Im Purohotel hat das alte Restaurant Opio nach Umbauarbeiten als Beatnik wiedereröffnet. Wie kam es zu dem Konzept?
In den letzten fünf, sechs Jahren sind viele neue Hotels in Palma entstanden, die Konkurrenz hat zugenommen. Wir halten an dem Konzept eines modernen und urbanen Hotels im Stil von Puro fest. Das Restaurant Opio war gut zu seiner Zeit, aber es brauchte einen Wechsel. Beltrán Álvarez war in London ­unterwegs, um nach Ideen Ausschau zu halten und hat so die neuen Macher kennengelernt. Das Konzept Beatnik setzt auf nordamerika­nisches Essen. Kein Fast Food, sondern eine moderne, hochwertige Variante.

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