01. November 2019
01.11.2019

"Gedenken ist mehr, als nur daran zu denken"

In der Krypta Santa Cruz in Palma de Mallorca ist der 244 Deutschen gedacht worden, die in den vergangenen zwölf Monaten auf den Balearen verstorben sind

01.11.2019 | 15:06
Karin Köller, deutsche Konsulin auf Mallorca, erinnerte an die Deutschen, die auf den Balearen zu Tode gekommen sind
Feierliche Andacht für 244 auf den Balearen verstorbene Deutsche. In der Krypta der Santa-Cruz-Kirche in Palma de Mallorca ist an Allerheiligen (1.11.) der Landsleute gedacht worden, die zwischen November 2018 und Oktober 2019 auf den Inseln ums Leben gekommen sind. Zu der Andacht eingeladen hatten das deutsche Konsulat sowie die deutschsprachigen katholischen und evangelischen Gemeinden. 
 
Zunächst erinnerte der katholische Pfarrer Andreas Falow daran, dass der Mensch oft denkt, noch alle Zeit der Welt zu haben. Wobei dem natürlich nicht so sei, und das Ende häufig überraschend komme. Sich gemeinsam an die Verstorbenen zu erinnern, erleichtere es, die Trauer zu bewältigen. 
 
Danach ergriff Karin Köller, deutsche Konsulin auf den Balearen, das Wort. „Wir gedenken heute der Menschen, die hier gelebt haben, oder auch im Urlaub zu Tode gekommen sind, und hier eigentlich die beste Zeit des Jahres verbringen wollten." Gemeinsam mit Falow und der evangelischen Pfarrerin Heike Stijohann verlas Köller die 244 Vor- und Nachnamen der Toten, den Todestag und den Ort, an dem sie verstarben. Es waren nur die Todesfälle, die dem Konsulat und den deutschen Kirchengemeinden gemeldet worden waren.
 
Darunter waren auch prominente Namen wie TV- Auswanderer Jens Büchner, der am 17.11. einem Krebsleiden erlag, oder Sänger Costa Cordalis , der im Alter von 75 Jahren am 2.7. starb. Gedacht wurde auch der vierköpfigen Münchner Familie Inselkammer, die bei einem Hubschrauberabsturz bei Inca im August starb.
 
„Gedenken ist mehr, als nur daran zu denken", sagte Pastorin Heike Stijohann. Die Erinnerungen werden in die Gegenwart zurückgeholt. „Wenn man sagt, ich denke an dich, dann bedeutet das, ich bin bei dir in deiner Angst und Traurigkeit." Hinter jedem vorgelesenem Namen stecke ein einzigartiger Mensch. Es folgte eine Schweigeminute, nach dem Gebet Vater Unser ging die Gemeinde auseinander.
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