21. November 2019
21.11.2019

Streit um Zuschüsse für die Mallorca Fashion Week

Die Veranstalter haben beim Inselrat eine Hilfe von 15.000 Euro beantragt. Der will jetzt prüfen, ob zu Unrecht ein geschützter Name verwendet wird. Die Organisatoren haben einen Anwalt eingeschaltet

21.11.2019 | 11:53
Die erste Mallorca Fashion Week fand an der Alten Mole in Palma statt.

Die Veranstalter der am Wochenende (22. bis 24.11.) in Palma de Mallorca stattfindenden Mallorca Fashion Week werden von der Abteilung für Tourismusförderung "Fundació Mallorca Turisme" des Inselrates zu der Verwendung des Namens "Mallorca Fashion Week" befragt. Offensichtlich besteht der Verdacht, dass ein bereits registrierter Name verwendet wird. Laut des deutschen Partners, der für den Ticketverkauf zuständig ist, habe die Veranstalterin Victoria de Vivero im Vorfeld schriftlich zugesichert, dass die Namensrechte gesichert seien. "Sonst wären wir nicht mit eingestiegen", so eine Sprecherin der Ticket-Agentur.

Alfonso Diez, Anwalt bei Bufete Quadrant, hat sich im Namen der Veranstalter zu den Vorwürfen geäußert. Seiner Ansicht nach ist der Begriff Fashion Week ein nicht schützenswerter Name, da er weitläufig weltweit gebraucht wird. Es gebe zwar einen Inhaber an den Rechten, doch der habe seit zehn Jahren nichts unternommen, um den Schutz der Marke zu gewährleisten. Damit sei dieser Anspruch erloschen.
 
Hintergrund ist, dass die Veranstalter eine Beihilfe beantragt haben, die maximal 15.000 Euro betragen kann. Die Höhe der Zuwendung hängt von dem Gesamtbudget ab, welches für die Austragung vorgesehen ist. Voraussetzung für die Vergabe des Geldes ist, dass mallorquinische Produkte, Firmen oder Künstler gefördert werden. Bereits bei der ersten Mallorca Fashion Week im Jahr 2017 hatte es deswegen Kritik gegeben, da nach Ansicht von mallorquinischen Designern bei der damals mit 12.000 Euro vom Inselrat gesponserten Veranstaltung zu wenige hiesige Kreative beteiligt waren.

In diesem Jahr finden die Shows in Hotels in Palma statt. Als Desi­gner sind unter anderen mit dabei: Frederick­ Anderson aus New York und Francis Montesinos aus ­Valencia, der seine Kreationen gerade dem spanischen Königspaar bei dessen Besuch in Kuba gezeigt hat. Außerdem sind die Entwürfe des Berliner Labels ILAY LIT zu sehen. Von der Insel stammen die Nachwuchsdesigner Neus Guillén, Aina Mesquida und Daniela Gómez. Programm: events.mallorcacards.com

Die Fashion Week sollte bereits im Juli stattfinden, wurde aber verschoben.

Außerdem herrscht nach Recherchen der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorc"a ein Befremden bei Projecte Home darüber, dass mit dem Namen der Hilfsorganisation eine Benefiz-Veranstaltung im Ábaco beworben wurde. Man sei nicht wie sonst üblich von den Veranstaltern kontaktiert worden, ob der Name oder Logos verwendet werden dürfen und habe darauf gedrungen, dies zu unterlassen. Projecte Home hilft Drogen- und Alkoholabhängigen und prüft nach eigenen Angaben sehr genau, mit wem man zusammen arbeite. Zum Beispiel würde man nicht mit bei einer Weinverkostung kooperieren. /lk

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