27. November 2019
27.11.2019

Das sind die Gewinner bei der zweiten Ausgabe des MZ-Journalistenpreises

Botanik und Gedenken: Ausgezeichnet werden zwei ganz unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Mallorca

27.11.2019 | 17:56
Sabrina Nitsche in der BR-Sendung "Gärten von Mallorca". Der Print-Preis geht an eine Reportage aus der Wochenzeitung "Jungle World" über Mallorcas Umgang mit den Schrecken der Vergangenheit, etwa der Ermordung des Politikers Antoni Mateu Ferrer 1937.

Die Gewinner des Journalistenpreises der Mallorca Zeitung 2019 stehen fest. Es handelt sich um zwei ganz unterschiedliche Herangehensweisen an diese Insel und die Berichterstattung über sie. Ausgezeichnet in der Kategorie Fernsehen/Radio/Online werden Julia Schade und Sabrina Nitsche für ihren in der Sendung „Querbeet" im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlten TV-Zweiteiler „Gärten auf Mallorca". In der Kategorie Print gewann der in der Wochenzeitung „Jungle World" erschienene Artikel „Holpriges Gedenken" von Shelina und Bodo Marks.

Mit dem im zweiten Jahr vergebenen Preis soll eine Berichterstattung fernab der Klischees der Urlaubsinsel gewürdigt werden. Julia Schade und Sabrina Nitsche unternehmen in „Gärten auf Mallorca" eine Reise durch private und öffentliche Gärten sowie landwirtschaftliche Betriebe der Insel. Nitsche, das Gesicht der Sendung, unterhält sich über intelligente und hässliche Orangen, mit Sauerstoff durchsetzte Komposttees und mathematische Blumenbeete mit mehrheitlich deutschen Gärtnern, Landwirten und Gartenarchitekten. Für sie alle ist die Arbeit mit Gartenschere oder Harke ein zentraler Bestandteil „ihres" Mallorca.

„Die Beispiele sind gut ausgewählt und zeigen die Vielfalt der Insel, machen Lust aufs Gärtnern und auf Mallorca", lobte die Jury. Sie bestand aus Werner A. Perger, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit", der freien Journalistin Brigitte Kramer sowie den MZ-Redakteuren Frank Feldmeier und Ciro Krauthausen  (die beiden Teile von "Gärten auf Mallorca" finden Sie hier und hier).

Von einer ganz anderen deutsch-mallorquinischen Schnittstelle handelt der Artikel „Holpriges Gedenken". Shelina und Bodo Marks (Fotos) erzählen darin von Antoni Mateu Ferrer, dem im Februar 1937 von Schergen des Franco-Regimes ermordeten republikanischen Bürgermeister von Inca, der Spurensuche seiner Enkelin Maria Antònia Mateu und den auf Mallorca verlegten Stolpersteinen des deutschen Künstlers Gunter Demnig. Die Reportage nimmt Mallorca als Beispiel für Spaniens Vergangenheitsbewältigung und zeigt die gegenseitigen Verstrickungen der deutschen und spanischen Geschichte auf (hier geht es zu der Reportage).

Die von der Fundació Mallorca Turisme unterstützten, undotierten Preise werden am Freitag (29.11.) bei einem Abendessen vergeben. Nominiert werden konnten in deutschsprachigen Medien zwischen dem 15. Oktober 2018 und dem 30. Oktober 2019 veröffentlichte Beiträge über Mallorca (das war die Ausschreibung).

In der ersten Ausgabe des Journalistenpreises waren 2018 die WDR-Verbrauchersendung "Ausgerechnet Mallorca", die ZDF-History-Dokumentation "Mallorca - eine deutsche Liebe" sowie die in der "Welt am Sonntag" erschienene Reportage "Wenn der Schnee den Strand bepudert" von Frank Rumpf. 

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