08. Mai 2020
08.05.2020
Mallorca Zeitung

Wie deutsche Privatinitiativen auf Mallorca zu Coronazeiten helfen

In der Krise gilt es, sich beizustehen. Die Zahl deutscher Residenten, die mit anpacken, wächst

08.05.2020 | 01:00
Insel-Unternehmer haben sich zusammengetan, um 50.000 Schutzmasken zu den Insulanern zu bringen, darunter auch die Firma Benzinger.

Während der Ausgangssperre untätig zu Hause sitzen und warten, bis sich die Lage bessert – keine Option für viele deutsche Unternehmer und Residenten auf Mallorca. Mit jeder Woche sind es mehr, die in der Krise mit anpacken und ihren Teil dazu beitragen, bedürftige Insulaner zu unterstützen.

Dirk Wehden und Matthias Koritzius von der Firma Benzinger etwa haben 50.000 Einweg-Schutzmasken von Badalona auf dem spanischen Festland per Fähre nach Mallorca transportiert. Die Masken hatte ein mallorquinischer Unternehmer kostenlos von einer Firma aus China zur Verfügung gestellt bekommen. Auf der Insel wurden sie dann an die Krankenhäuser Sant Joan de Déu und das Rote Kreuz verteilt.

Sven Schmidthaus, der an der Playa de Palma den Verleih Bikeking betreibt, hat für seinen Einsatz sogar schon einen Dankesbrief von Palmas Bürgermeister bekommen. Zuerst hatte er der Ortspolizei Schokolade gebracht, die sie an Kinder verteilen konnte. Daraufhin kam der Brief und er beschloss, die Aktion auszubauen. In Zusammenarbeit mit dem deutschen Supermarkt SAM sammelt er nun Lebensmittel, die dort in einer Box abgegeben werden können (Face­book: Sven HELPS Mallorca). Von Spendengeldern (www.spenden.bikeking.es) kauft er weitere Lebensmittel und bringt sie anschließend zu bedürftigen Familien.

Friseur Markus Schmitt, der mit seiner Vereinigung Barber Angels Brotherhood regelmäßig Obdachlosen und bedürftigen Menschen die Haare schneidet, arbeitet mit SOS Mamas zusammen, einem Verein, der bedürftige Familien mit Grundnahrungsmitteln versorgt. Schmitt ruft in den
sozialen Netzwerken dazu auf, beim Einkauf einen Euro für eine Tüte Nudeln, Reis oder Linsen auszugeben und die Produkte anschließend in seinem Salon Cut for Cut in Cala Millor (Av. Bon Temps, 30) abzugeben. Auch Geldspenden sind willkommen (SOS Mamas Baleares, IBAN: ES38 2100 2097 7002 0010 7470, CaixaBank, BIC: CAIX ES BB XXX).

Unter dem Motto „Hunger ist keine Option" bitten auch Anja Dauber und ihr Wohltätigkeitsverein SI-Mallorca in Llucmajor um Spenden für Lebensmittel (Kontakt über info@si-mallorca.org).

Außerdem brauchen viele deutsche Unternehmen nun selbst Hilfe. Wer sie unterstützen will, kann etwa für die Rancho La Romana in Peguera Geld für Futter und Pflege spenden (https://www.facebook.com/donate/242147783826828/3205918449418843/), Gutscheine bei www.mallorca-puzzles.com oder der Träumeria Son Moll in Cala Ratjada (www.sonmoll.de) kaufen, um sie dann später einzulösen.

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