02. Juli 2020
02.07.2020
Mallorca Zeitung

Ballermann-Sänger protestiert gegen Megapark-Schließung

Lorenz Büffel hat einen offenen Brief an die Balearen-Regierung gepostet, in dem er schwere Vorwürfe erhebt

02.07.2020 | 12:34
Dieses Foto postet Lorenz Büffel auf Facebook.

Natürlich kann man als Sänger und Unterhaltungskünstler, der mit Auftritten im Megapark seinen Lebensunterhalt verdient, keinesfall glücklich sein mit der Entscheidung, dass der Betrieb in diesem Jahr nicht aufmacht. Begründet wurde diese Entscheidung von der Gruppe Cursach damit, dass die Balearen-Regierung an dem Öffnungsverbot von Diskotheken in Magaluf und an der Playa de Palma festhalte. Sänger Lorenz Büffel hat auf Facebook einen offenen Brief an die Balearen-Regierung verfasst, um seine Enttäuschung auszudrücken. Er erhebt darin schwere Vorwürfe.

In dem Schreiben heißt es: "Der Megapark soll geschlossen bleiben und ihr erteilt mir somit ein Berufsverbot. Doch nicht nur ich bin betroffen: Meine Künstler-Kollegen, aber auch Hunderte von Mitarbeitern stehen vor dem nichts und müssen nun mit Existenzängsten leben."

Er glaubt, dass hinter dem Verbot der Regierung Kalkül steckt: "Ihr begründet eure Entscheidung mit mangelnder Sicherheit, doch seid mal ehrlich: Corona dient euch als Werkzeug, den Ballermann zu eliminieren. Wir, der Ballermann, waren euch schon lange ein Dorn im Auge. Schon seit Jahren hattet ihr das Ziel, ein kleines Ibiza zu werden und wolltet Dubai, St. Tropez und Miami nacheifern."

Weiter führt er aus, dass es "undankbar" sei, wie die Politiker mit dem Ballermann umgehen. Schließlich verdanke der Insel ihren touristischen Erfolg den Partys in Arenal. "Die Urlauber wollten grundsätzlich drei Dinge: deutsches Bier, deutsches Essen und deutschen Schlager - also lernten die einst so verarmten Mallorquiner, wie man Schnitzel zubereitet. Dank des Ballermanns und Läden wie dem Megapark lebt Mallorca heute hauptsächlich von der Tourismus-Industrie."

Am Telefon erklärt der Sänger der MZ, dass er diese Dinge einfach loswerden musste. Er kenne viele der Angestellten und Kellner persönlich und bekomme aus erster Hand mit, wie sie um ihre Existenz kämpfen. "Es geht hier weniger um mich und das hat auch nichts mit Jammern zu tun." Er könne nicht verstehen, wieso nicht zumindest in Form eines Biergartens eröffnet werden dürfe. /lk

Lesen Sie hier ein Interview mit einem Megapark-Manager: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht"

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