10. März 2020
10.03.2020

Coronavirus: Spanien verbietet Flüge von und nach Italien

Am Montag (9.3.) stieg die Zahl der Infizierten und der Todesfälle drastisch an. Am heutigen Dienstag verkündet die spanische Regierung ein Maßnahmenpaket

10.03.2020 | 08:25
Coronavirus: Spanien verbietet Flüge von und nach Italien

In Bezug auf die Coronavirus-Krise gibt es neue Vorgaben aus Madrid. Nach einem starken Anstieg der diagnostizierten Erkrankungen kündigte die spanische Regierung strengere Maßnahmen an. So wurden alle direkten Passagierflüge zwischen Italien und Spanien verboten. Die Sperre gilt ab dem 11. März ab 24 Uhr bis zum 25. März, 24 Uhr. Ausgenommen sind Staatsflüge, Frachtflüge und medizinische Flüge.  

Italien ist für Spanien der drittwichtigste Markt mit 106.000 kommerziellen Abwicklungen im Jahr 2019 und rund 16. Millionen Passagieren. Die meisten Spanier hatten sich während eines Italienaufenthaltes mit dem Virus infiziert.  

In der Region Madrid und in dem Gebiet um die baskische Hauptstadt Vitoria bleiben Schulen, Kindergärten und Universitäten am Mittwoch (11.3.) geschlossen. In der Region La Rioja betreffen die Schließungen 70.000 Schüler und Studenten. 

Der Bevölkerung im ganzen Land wird empfohlen, aufs Reisen zu verzichten. Ausgangssperren oder andere härtere Maßnahmen, wie es sie beispielsweise in Italien gibt, gelten in Spanien bislang nicht. 

Der Generalsekretär der rechtsextremen Partei Vox, Javier Ortega Smith, gab bekannt, dass er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Er hatte vor zwei Tagen an einer Generalversammlung der Partei in Madrid teilgenommen, die von ungefähr 10.000 Menschen besucht wurde. Als eine Vorsichtsmaßnahme wurde die Sitzung des Plenums des Kongresses abgesagt, an dem sonst 52 Vox-Abgeordnete teilgenommen hätten. 

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Spanien stieg auf über 1.600 Fälle an, 35 Menschen starben bislang spanienweit an der Coronavirus-Grippe (Stand Dienstagmorgen, 10.3.). Über die Hälfte von ihnen (17) in der Region Madrid, weitere sechs im Baskenkland. Dabei handelte es sich vor allem um ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Auf den Balearen gibt es bislang keine Todesfälle. 

Die neuen Daten stellen einen quantitativer Sprung zum Vortag dar, der neue Maßnahmen nötig mache, erklärte Fernando Simón, der als Direktor für Gesundheitsbedrohungen der spanischen Regierung inzwischen tägliche Pressekonferenzen zur Entwicklung der Epidemie im Land gibt. Bislang wollte man auf das Schließen der Schulen verzichten, damit sich nicht die Großeltern um die Kinder kümmern müssen. Ältere Menschen gelten als Risikogruppe.

Coronavirus: Situation auf Mallorca und den Nachbarinseln

Für Mallorca ist die Regierung der Autonomen Region der Balearen mit Hauptstadt Palma de Mallorca zuständig. Die Vorgaben kämen jedoch vom Gesundheitsministerium in Madrid, erklärte die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez am Montag (9.3.). Auf den Inseln gebe es bislang 13 bestätigte Coronavirus-Erkrankungen. Das entspreche weniger als einem Prozent der Fälle im Land. /tg

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