27. März 2020
27.03.2020
Mallorca Zeitung

Coronavirus-Krise: 862 Infizierte und 31 Tote auf den Balearen

Am Samstag (28.3.) wurden auf den Inseln fünf neue Todesfälle gemeldet. Zudem gab es 107 Neuinfizierte, 13 Personen wurden gesund geschrieben

27.03.2020 | 10:28
Son Espases.

Die Zahl der bestätigten Erkrankungen am Coronavirus ist am Samstag balearenweit um 107 auf 862 angestiegen. Auch die Zahl der Toten ist auf 31 angestiegen. 94 Menschen wurden gesund geschrieben. 

Wie die balearische Landesregierung am Samstagmorgen (28.3.) mitteilte, sind vier Menschen gestorben.

Zwei der vier Todesopfer starben im Landeskrankenhaus Son Espases: ein 80 Jahre alte Mann, der zudem an einer Lungenerkrankung gelitten hatte, sowie eine 42 Jahre alte Frau. 

Zwei weitere Personen starben im Hospital de Manacor: ein über 60 Jahre alter Mann mit Vorerkrankung sowie eine 70 Jahre alte Frau mit Krebserkrankung. 

In einer späteren Mitteilung kam dann noch ein fünftes Todesopfer hinzu, welches im Hospital General (Cruz Roja) verstarb. 

Jeder fünfte Infizierte ist Angestellter im Gesundheitssystem

Die Gesundheitsbehörde räumte inzwischen ein, dass die offiziell bestätigten Fälle wohl nur 15 bis 20 Prozent der tatsächlichen Zahl ausmachen. Die Tests werden bislang nur im Fall von Patienten mit deutlichen Symptomen vorgenommen. 

Des Weiteren gab es bis Samstag 134 bestätigte Fälle von Coronavirus bei den Angestellten im Gesundheitssystem auf den Balearen, davon 131 auf Mallorca. Damit ist auf den Balearen jeder fünfte Coronavirus-Infizierte ein Mitarbeiter aus dem Pflege- oder Gesundheitsbereich. Dieser Prozentanteil an infiziertem Pflegepersonal ist spanienweit einer der höchsten. Nirgendwo auf der Welt, nicht einmal in Italien oder China, ist der Anteil an mit dem Coronavirus-Infizierten so hoch wie in Spanien

Weitere 393 Angestellte auf den Balearen stehen wegen Coronavirus-Verdacht unter Beobachtung und können deswegen ebenfalls nicht arbeiten. 

 

Verteilung der Patienten am Samstag 

Die Verteilung der Patienten in den balearischen Krankenhäusern war am Samstagmittag wie folgt:

  • Son Espases: 117 Patienten davon 17 auf der Intensivstation
  • Son Llàtzer: 77 Patienten, davon 17 auf der Intensivstation
  • Krankenhaus Manacor: 22 Patienten, davon 5 auf der Intensivstation
  • Krankenhaus Inca: 11 Patienten, davon 5 auf der Intensivstation
  • Policlínica Cruz Roja: 26 Patienten in Behandlung, ein weiterer Patient verstarb am Samstag (28.3.)
  • Menorca: 14 Patienten, davon 8 auf der Intensivstation
  • Ibiza: 41, davon 15 auf der Intensivstation
  • Privatklinik Miramar: 15 Patienten, davon 6 auf der Intensivstation
  • Privatklinik Juaneda: 5 Patienten in Behandlung
  • Privatklinik Quirón Palmaplanas: 44 Patienten, 9 auf der Intensivstation
  • Hospital Llevant: 2 Patient in Behandlung
  • Hospital General de Muro: 1 Patient auf der Intensivstation

Die weiteren Infizierten werden durch mobile Einheiten zu Hause betreut. 

Schnelltests haben begonnen

Die Landesregierung informierte des Weiteren am Donnerstag (26.3.) darüber, dass Mallorca inzwischen über drei sogenannte Covid-Express-Anlaufstellen verfügt. Die drei Stellen befinden sich in den Gesundheitszentren von Establiments, Sa Indioteria und Es Pil·larí nahe der Playa de Palma. Dort können jeweils 70 bis 80 Schnelltests pro Tag durchgeführt werden. Die Stellen sind kein "Drive-in", sondern sind vielmehr gedacht für Angestellte des Gesundheitssystems, in Seniorenresidenzen, Polizisten, Feuerwehrleute und Angehörige der Risikogruppen.

Erweiterte Beratung per Telefon und Social Networks

Für Patienten wurden folgende folgende Service-Nummern geschaltet: 902-07 90 70 und 971-43 70 79. Neu ist zudem die Kontaktmöglichkeit über die sozialen Netzwerke. Twitter (@apmallorca), Facebook (APMallorca) und Instagram (@apmallorca). Die Gesundheits-Hotline 061 sei für medizinische Notfälle reserviert.

Ministerpräsidentin: "Sehr schwierige Tage"

Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol (Sozialisten) hat unterdessen nach einer Videokonferenz mit Verantwortlichen der Insel-Krankenhäuser erklärt, dass den Inseln "sehr schwierige Tage" bevorstehen, in denen es noch einmal deutlich mehr Fälle von Coronavirus gebe. Armengol rief aber auch dazu auf, gelassen zu bleiben. Die Balearen hätten ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem, mit dem man "alle behandeln" könne.


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