21. September 2020
21.09.2020
Mallorca Zeitung

Daheim unter Quarantäne: So schützt man Mitbewohner

Was Infizierte oder auch Corona-Verdachtsfälle zu Hause beachten müssen, um Familienmitglieder zu schützen

21.09.2020 | 01:00
Das hat Mallorca im Lockdown bereits gelernt: Dank Internet müssen sich Menschen in Quarantäne trotz der räumlichen Distanz nicht einsam fühlen. Der Kontakt zu Freunden und Familie kann per Teams und Co. gehalten werden.

Wer auf Mallorca selbst positiv auf Covid-19 getestet worden ist oder engen Kontakt mit jemandem hatte, der infiziert ist, muss sich in Absprache mit dem örtlichen Gesundheitszentrum mindestens zehn Tage lang in häusliche Quarantäne begeben. Doch auch in den eigenen vier Wänden gilt es einiges zu beachten, wenn man nicht allein wohnt – schließlich soll das Risiko, Mitbewohner oder Familienmitglieder anzustecken, möglichst gering gehalten werden.

„Wichtig ist es, dass sich der Betroffene auch zu Hause so gut wie möglich von ­anderen Menschen fernhält", so Arzt und Gesundheits­experte Joan Carles March. Ideal sei es, wenn der unter Quarantäne Gestellte innerhalb der zwei Wochen in einem eigenen Zimmer schlafen könne, in dem er sich auch den größten Teil des Tages aufhalten sollte. „Auch das Bad sollte er nicht mit anderen Menschen aus dem Haushalt teilen. Falls dies unvermeidlich ist, sollte es nach jeder Nutzung gereinigt werden", so March weiter.

Die Betreuung des unter Quarantäne Gestellten sollte möglichst immer die gleiche Person übernehmen. Gemeinsam am Tisch zu sitzen, sei keine Option. „Besser, man isst getrennt voneinander. Die Teller, die der unter Quarantäne Gestellte benutzt hat, sollten möglichst direkt nach der Benutzung gereinigt werden." Die schmutzige Wäsche und Bettbezüge sollten in einer Tüte separat von der Kleidung der anderen Bewohner aufbewahrt werden und auch unabhängig davon gewaschen werden. Wichtig sei zudem die tägliche Reinigung all jener Oberflächen, die viel angefasst werden, wie zum Beispiel Lichtschalter oder Türklinken.

Wenn sich ein kurzer gemeinsamer Aufenthalt in einem Raum nicht vermeiden lässt, sollten alle Anwesenden Masken tragen, Abstand halten und auf Handhygiene achten. Auch regelmäßiges Lüften sei unabdinglich dafür, das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Damit der Betroffene nicht vereinsamt, sei es eine gute Möglichkeit, über das Smartphone oder den Laptop mit Freunden und Familie zu kommunizieren. „Wer sich zwar räumlich, aber nicht digital von den anderen entfernt, kann diese schwere Zeit besser durchstehen", so March. Auch Videos und Erfahrungsberichte anderer Betroffener könnten helfen, den Mut nicht zu verlieren. Einige sind auf der Website der Gesundheitshochschule in Andalusien, an der March selbst Dozent ist, zu sehen (www.escueladepacientes.es). Der Experte betont, wie wichtig es sei, trotz aller Unannehmlichkeiten konsequent zu bleiben und die Quarantäne erst aufzuheben, wenn auch ein zweiter Test negativ ausfällt. „Dadurch kann man Leben retten, auch die der engsten Angehörigen."

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