12. Januar 2021
12.01.2021
Mallorca Zeitung

Lieferverzögerung bei den Impfungen auf Mallorca

Schon drei Mal hat das Pharmaunternehmen Pfizer die Impfdosen gegen Covid-19 nicht wie geplant auf die Balearen gebracht. Auf den Insel ist man gewappnet. Sorgen macht dagegen die epidemiologische Situation

12.01.2021 | 14:15
Der Leiter der Impfkampagne auf den Balearen, Carlos Villafáfila, bei einer Pressekonferenz am Dienstag (12.1.)

Die Impfkampagne gegen Covid-19 auf Mallorca und den Nachbarinseln geht wie geplant voran, obwohl es wiederholt zu kleinen Verzögerungen bei der Lieferung der Dosen gekommen ist. Das gab der Koordinator der Impfkampagne in der Balearen-Regierung, Carlos Villafáfila, am Dienstagmittag (12.1.) bei einer Pressekonferenz bekannt.

Zwar habe das Pharmaunternehmen Pfizer die versprochenen Dosen am Dienstag nicht geliefert, man erwarte sie aber für Mittwoch (13.1.). Auf den Ablauf des Impfplans habe die Verzögerung keine Auswirkungen, da man präventiv Dosen gelagert habe, so Villafáfila. Es ist bereits das dritte Mal, dass Pfizer den vereinbarten Lieferplan auf die Inseln nicht einhält.

Nach den Bewohnern von Seniorenheimen, die in den vergangenen Wochen als erste an der Reihe waren, und denen nun die benötigte zweite Dosis verabreicht wird, sollen ab Mittwoch (13.1.) Mitarbeiter im Gesundheitssystem geimpft werden, die "an vorderster Front" mit Infizierten arbeiten. Allein auf Mallorca handelt es sich um mehr als 4.000 Menschen im öffentlichen und 550 im privaten Gesundheitssektor. Danach soll der Rest des Gesundheitspersonals geimpft werden - rund 25.000 Menschen balearenweit. Man erwarte in Kürze auch Impfdosen der Firma Moderna.

Weniger positiv fiel die Bilanz der Infektionszahlen aus, über die die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez informierte. "Es liegen schwierige Wochen hinter und vor uns", so Gómez. Zwar sei die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen Tagen auf Mallorca nicht mehr ganz so stark gestiegen wie zuvor, die Situation sei aber weiterhin "besorgniserregend".

Vor allem in den Krankenhäusern sei es ein "kontinuierlicher Kraftakt" für die Verantwortlichen, um die hohen Zahlen von Covid-Patienten aufnehmen zu können. "Die öffentlichen Krankenhäuser arbeiten mit den Privatkliniken auf der Insel zusammen, um so auch für Nicht-Corona-Patienten freie Betten zu haben", so Gómez. Vor allem unter den Bewohnern von Seniorenheimen sei ein beträchtlicher Anteil seit Ausbruch der Pandemie wegen des Virus ins Krankenhaus eingeliefert worden. Etwa 17 Prozent aller Seniorenheimbewohner auf den Balearen haben sich bereits mit dem Virus angesteckt.

"Wir hoffen, durch die am Mittwoch (13.1.) inkraft tretenden verschärften Auflagen in wenigen Wochen eine deutliche Besserung der epidemiologischen Lage verzeichnen zu können", so Gómez - und bat die Bevölkerung um Disziplin und Geduld. /somo

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