19. Januar 2021
19.01.2021
Mallorca Zeitung

Corona-Sprecher sieht bei Zahlen auf Mallorca eine leichte Tendenz nach unten

Werte weiter auf hohem Niveau. Der Koordinator für psychische Gesundheit auf den Balearen rief die Gesellschaft zur Solidarität auf

19.01.2021 | 14:34
Die 14-Tages-Inzidenz liegt auf Mallorca bei 557 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Die Ansteckungszahlen auf Mallorca liegen nach wie vor auf einem "sehr hohen" Niveau, es sei aber eine "Tendenz zu einem leichten Rückgang" zu beobachten. Das erklärte der Corona-Sprecher der Balearen Javier Arranz auf einer Pressekonferenz zur Lage der Pandemie am Dienstag (19.1.). Die Zahlen vom Dienstag seien zwar im Vergleich zum Vortag etwas gestiegen, dies habe aber vor allem mit dem Wochenend-Effekt zu tun.

Arranz gab auch die 14-Tage-Inzidenz bekannt. Auf den Balearen gab es in den vergangenen zwei Wochen pro 100.000 Einwohner 683 Fälle. Auf Mallorca liegt der Inzidenzwert (14 Tage) bei 557 Fällen, auf Menorca bei 455, auf Ibiza bei 1.484 und auf Formentera bei 511. Auf Ibiza sei die Lage dramatisch, aber der Anstieg sei dabei sich zu stabilisieren, merkte Arranz an. Die aktuellen Zahlen seien noch darauf zurückzuführen, dass es auf der Insel über die Feiertage vergleichsweise wenig Restriktionen gab. Die aktuelle Verschärfung der Restriktionen werde sich nun bemerkbar machen.

Das sind die aktuellen Corona-Zahlen auf den Balearen

Nach Arranz sprach auf der Pressekonferenz auch der Koordinator für die psychische Gesundheit im balearischen Gesundheitsministerium, Oriol Lafau. Er rief die Bevölkerung zur Solidarität auf. Es sei in gewisser Weise normal, dass sich die Gesellschaft bei einer neuen Gefahr wie ein Ameisenhaufen verhalte, in dem die Ameisen für kurze Zeit panisch umherlaufen. Es sei auch menschlich, in so einer Situation zunächst einmal Schuldige zu suchen. Nun gehe es aber darum, sich um die Mitmenschen zu kümmern, um die Schäden zu lindern.

Es sei noch zu früh, um die starken Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit mit Zahlen zu belegen, so Lafau. Man könne bereits erkennen, dass verschiedene Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Emotionen auf die Situation reagieren: Kinder tendieren zur Angst, Senioren zur Traurigkeit und Mitarbeiter im Gesundheitssystem zur Enttäuschung. /tg

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