09. Februar 2021
09.02.2021
Mallorca Zeitung

Wo auf Mallorca Impfzentren eingerichtet werden sollen

Gesundheitsministerin gibt erste Details der geplanten Impfkampagne für die allgemeine Bevölkerung bekannt

09.02.2021 | 14:53
In der Sporthalle Germans Escales in Palma waren bereits Corona-Massentests durchgeführt worden.

Die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez hat am Dienstag (9.2.) vor dem Regionalparlament neue Details über die geplante Corona-Impfkampagne für die allgemeine Bevölkerung auf Mallorca und den Nachbarinseln bekannt gegeben. Größere Impfzentren sollen, in Absprache mit den betroffenen Gemeinden und Inselräten, zunächst in der Sporthalle Germans Escales und auf dem Gelände des alten Krankenhauses Son Dureta in Palma eingerichtet werden sowie auch in der Sporthalle Mateu Canyelles in Inca und auf der Pferderennbahn in Manacor.

Auf Ibiza müsse noch geprüft werden, ob das Impfzentrum in der Messehalle oder aber in der Sporthalle Es Pratet in Ibiza-Stadt eingerichtet wird. Auch auf Menorca stünden die Messe in Maó sowie die Mehrzweckhalle Canal Salat in Ciutadella zur Auswahl. In Formentera berate man sich noch mit dem Inselrat.

Geplant sei die Bildung von insgesamt 58 Impfteams mit je zwei Krankenpflegern und einer Hilfskraft. Hinzu kämen noch einmal sieben weitere Krankenpfleger als Koordinatoren. Bis Anfang März sollen nach den jüngsten, von Gómez genannten Zahlen 84.000 Impfdosen verabreicht werden (davon 30.000 von Biontech-Pfizer, 43.800 von Astra-Zeneca und 9.800 von Moderna). Weitere Kontingente, womöglich anderer Hersteller, könnten dann im Laufe des März hinzukommen. Bislang seien 36.700 Impfdosen verabreicht worden.

Eine wichtige Rolle bei der weiteren Bekämpfung der Pandemie käme auch den Kontrollen bei der Einreise zu, so die Gesundheitsministerin. Bislang habe man an den Flughäfen und Häfen die "unkontrollierte Einreise" von 300 positiv auf das Coronavirus getesteten Passagieren verhindern können (200 über Antigentest direkt vor Ort sowie weitere 100 über Tests in Privatkliniken, mit denen man zusammenarbeite).

In dem Rundumschlag zum Stand der Pandemie-Bekämpfung fanden auch die sogenannten Tracer Erwähnung, die mit der Rückverfolgung der Infektionsketten betraut sind. Auf Mallorca und den Nachbarinseln seien dazu 291 Mitarbeiter des Gesundheitssystem sowie 130 Soldaten abgestellt, womit man über einen Tracer je 2.800 Einwohner verfüge (die Weltgesundheitsorganisation empfehle mindestens einen je 5.000 Einwohner). Die Tracer hätten so insgesamt 30.000 enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten aufgespürt, um sie auf das Virus testen zu können. Bei etwa 20 Massentests seien weitere 60.000 Personen auf das Coronavirus getestet worden, an die 1.000 von ihnen positiv.

Insgesamt habe man so die Corona-Inzidenz in einem Monat um 50 Prozent reduzieren können, so die Gesundheitsministerin. Die gemeldeten Neuinfektionen sind in den vergangenen Wochen vor allem auf Mallorca wieder gesunken.

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