15. März 2021
15.03.2021
Mallorca Zeitung

Mallorca setzt Massenimpfung mit AstraZeneca aus

Die Immunisierung der Unter-55-Jährigen war gerade erst angelaufen

15.03.2021 | 19:11
Impfung in der Sporthalle Germans Escales in Palma de Mallorca.

Wie auch Deutschland sowie etliche weitere Länder hat jetzt auch Spanien beschlossen, die Corona-Impfungen von AstraZeneca bis auf Weiteres auszusetzen. Der Impfstoff wird mit Blutgerinnungsstörungen in Verbindung gebracht. Medienberichten zufolge sind der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) bislang an die 30 derartiger Fälle gemeldet worden, bei über 5 Millionen verabreichten Impfdosen.

In Spanien ist die Vakzine bislang an unter 55-Jährige verabreicht worden. Auf Mallorca kamen dabei 5.500 Impfdosen zum Einsatz, die zu einer Auslieferung gehörten, die in Österreich mit Thrombose-Fällen in Verbindung gebracht wurde. Von dadurch auf der Insel aufgetretenen Komplikationen ist nichts bekannt. Insgesamt sind auf den Balearen bislang 41.900 AstraZeneca-Impfdosen verabreicht worden.

Geimpft wurden auf der Insel mit AstraZeneca bislang besonders gefährdete Berufsgruppen wie Mitarbeiter des Gesundheitssystems, Lehrer oder Polizisten. Seit vergangener Woche wird diese Vazkine auch zur Immunisierung der allgemeinen Bevölkerung eingesetzt. So waren am Montag (15.3.) die im Jahr 1966 Geborenen an der Reihe.

Eine 54-jährige Deutsche hatte erst am Vormittag von einer reibungslos verlaufenen Impfung in der Sporthalle Germans Escales in Palma de Mallorca berichtet. Das ganze Verfahren sei von der Gesundheitsbehörde "gut organisiert", die Mitarbeiter seien "freundlich". Die MZ-Leserin hatte den Termin erst am Sonntag, also einen Tag zuvor, telefonisch angeboten bekommen.

Die Gesundheitsbehörde kontaktiert diejenigen Personen, die über eine Tarjeta Sanitaria verfügen. Wie mit privat versicherten Ausländern verfahren wird, die nicht über diese Versichertenkarte des öffentlichen Gesundheitssystems verfügen, als gemeldete Bewohner Mallorcas aber Anrecht auf die Impfung haben, ist noch nicht restlos geklärt. Offenbar soll ihnen eine zeitlich begrenzte Versichertenkarte ausgestellt werden. Das deutsche Konsulat in Palma rät Betroffenen dazu, deswegen das für den jeweiligen Wohnort zuständige Gesundheitszentrum zu kontaktieren. /ck

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