21. April 2021
21.04.2021
Mallorca Zeitung

So läuft die Impfkampagne auf Mallorca

Die Behörden suchen mühsam die Risikopatienten. Astra Zeneca liefert wenig Impfstoff. Dafür wird endlich Janssen zugelassen

21.04.2021 | 13:47
So läuft die Impfkampagne.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Schritt für Schritt schreitet die Impfkampagne auf Mallorca voran. Für Verzögerungen sorgt mal wieder der Impfstoff Astra Zeneca. Auch die Online-Terminvergabe läuft bislang nur schleppend.

Stand Mittwoch (21.4.) haben 53.882 Personen auf Mallorca beide Impfdosen erhalten. Insgesamt wurden auf der Insel bislang 211.314 Impfungen verabreicht. Auf den Balearen-Inseln insgesamt (also einschließlich Ibiza, Menorca und Formentera) liegt die Zahl bei 269.384. Die Zahl der Personen, bei denen die Impfung abgeschlossen ist, liegt bei 66.679. Laut den Daten des spanischen Gesundheitsministeriums wurden bis zum 19. April 285.070 Impfdosen an die Region der Balearen geliefert. Davon wurden bislang 92,2 Prozent verimpft.

In der vergangenen Woche konnten die Behörden im Durchschnitt 6.100 Impfdosen täglich verabreichen. Seit Freitag (16.4.) sind es nur noch knapp 3.000 pro Tag. Als Grund dafür wird angegeben, dass nur 3.400 Impfdosen vom Mittel Astra Zeneca die Inseln in der vergangenen Woche erreicht haben. Diese Woche sollen es 8.500 Dosen sein, was die Impfkampagne aber nur wenig beschleunigen wird. Das Mittel wird derzeit an die Altersgruppe 60 bis 69 Jahre verabreicht.

Das ist die Altersgruppe, die auch übers Internet Impftermine ausmachen darf. Derzeit ist der Kalender für Residenten freigeschaltet, die in den Jahren 1956, 1957, 1958, 1959 oder 1960 geboren sind. Vorgesehen für diese Impfwoche war eigentlich nur der Jahrgang 1956, doch die Nachfrage nach den 8.000 Terminen war gering. Bis Montag (19.4.) hatten gerade mal 527 Personen einen Termin ausgemacht. Die Gesundheitsbehörde rechnet damit, dass in den Jahrgängen 1956 bis 1960 noch 24.547 Personen geimpft werden müssen.

Neben den Online-Terminen rufen die Behörden auch weiterhin die Leute an, die mit der Impfung an der Reihe sind. Derzeit suchen die Mitarbeiter schon fast verzweifelt nach Residenten, die aufgrund von schweren Krankheiten zur Risikogruppe gehören. "Wir werden noch einige Monate brauchen, bis wir diese Gruppe durchgeimpft haben. Unseren Hochrechnungen zufolge müssten es 9.000 Personen auf den Balearen sein. Wir konnten bislang aber nur etwas mehr als 3.000 Personen ausfindig machen", sagte Eugenia Carandell, die Verantwortliche der Impfkampagne. Angerufen werden auch die Residenten der Altersklasse 70 bis 79. Derzeit werden die 73-Jährigen geimpft. Wie bei den Risikopatienten wird hier auf die Impfstoffe von Pfizer zurückgegriffen.

In Kürze wird neben Astra Zeneca, Pfizer und Moderna ein vierter Impfstoff erwartet. Janssen hat am Dienstag (20.4.) die Zulassung bekommen und soll ab Mittwoch (21.4.) ausgeliefert werden. Sorgen bestanden wegen acht Thrombose-Fällen in Verbindung mit der Corona-Impfung des belgischen Herstellers. Die Europäische Arzneimittel-Agentur sah den Nutzen des Impfstoffs jedoch größer als das Risiko. Janssen muss wie auch Astra Zeneca die Thrombose-Gefahr als mögliche Nebenwirkungen im Beipackzettel aufführen. /rp

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