Zwischen Februar 2020 und dem 29. August 2021 hat die balearische Gesundheitsbehörde auf Mallorca insgesamt 131 deutsche Urlauber betreut, die sich auf der Insel oder auch anderswo mit dem Coronavirus infiziert hatten. Diese Zahl nannte jetzt erstmals die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez. "Das sind sehr wenige", sagte sie gegenüber der MZ.

Von allen Fällen auf Mallorca während der Pandemie entfallen 98,14 Prozent auf Einheimische. 1.791 Infizierte waren Spanier aus anderen Regionen des Landes sowie Ausländer. 675 seien im engeren Sinn Urlauber gewesen, darunter die 131 Deutschen, 91 Briten sowie 90 Franzosen.

Die positiv getesteten Urlauber würde bei der Berechnung der Inzidenz (Neuansteckungen je 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 oder 14 Tagen) zu den Einheimischen hinzugerechnet, so Gómez. Hieraus ergebe sich eine statistische Verzerrung, da die zugrunde gelegte Einwohnerzahl sich nach den gemeldeten Bürgern richte und die Millionen Touristen unberücksichtigt lasse. Mit anderen Worten: Die von den Behörden angegebene statistische Inzidenz sei etwas höher als sie in Wirklichkeit ist. "Das ist ein Problem, das wir als Tourismusgebiet angehen müssen", so die Gesundheitsministerin.

Allgemein bewertet Patricia Gómez das derzeitige Pandemiegeschehen auf Mallorca positiv. "Die Kurve flacht ab. Die 7-Tage-Inzidenz ist nur halb so hoch wie die 14-Tage-Inzidenz. Daher erwarten wir, dass der Trend weitergeht. Wir liegen derzeit konstant bei 100 neuen Fällen täglich. Vor einem Monat waren es noch doppelt so viele." /rp