Eigentümerstreit um die Juaneda Hospitales: Was bedeutet das für die Patienten?
In dem Streit geht es um ein Vorkaufsrecht einer anderen Klinikbetreibergruppe

Deutsche machen einen Großteil der Patienten der Juaneda-Gruppe aus. / Nele Bendgens
Die Juaneda Hospitales besitzen mittlerweile zahlreiche Niederlassungen auf Mallorca. Derzeit ist die Klinikgruppe in einen Eigentümerstreit verwickelt, den die Gerichte klären müssen. Auf die Betreuung der Patienten und die tägliche Arbeit habe dies aber keinerlei Auswirkungen, beteuert der derzeitige Klinikbetreiber Grendon in einer Mitteilung vom Dienstagnachmittag (28.1.). Die Auseinandersetzung mit der privaten Klinikgruppe Vithas habe keinerlei Auswirkungen auf die tägliche Arbeit im Krankenhaus.
Während der Fall bei Gericht liegt, werde weiterhin Grendon für die Leitung der Kliniken verantwortlich sein, hieß es. So sei derzeit nicht vorgesehen, die Leitung an Verantwortliche von Vithas abzugeben. Auch die angebotenen Dienstleistungen werden in vollem Umfang aufrecht erhalten, teilt Grendon weiter mit. Und für die Angestellten und Zulieferer der Klinik ändere sich ebenfalls nichts.
Vithas hatte Vorkaufsrecht
Zuvor hatte ein Richter in Palma der Klinikbetreibergruppe Vithas Sanidad Recht gegeben, die vor Gericht ein Vorkaufsrecht der Aktien von Grendon eingeklagt hatte. Grendon hatte bei einer Kapitalerhöhung im Jahr 2022 rund 31 Millionen Euro in die Juaneda Hospitales investiert, hätte das aber laut dem Gerichtsurteil gar nicht tun dürfen. Vertraglich war der Gruppe Vithas Sanidad ein Vorkaufsrecht der Anteile zugesichert worden, auf das sich Vithas nun beruft.
Grendon hat bereits angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Bis es zu einer endgültig rechtskräftigen Entscheidung in diesem Fall kommt, kann es deshalb noch mehrere Jahre dauern. /jk
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