Zum Hauptinhalt springenZum Seitenende springen

Fünf Jahre Corona-Pandemie auf Mallorca

"Maske habe ich nie getragen": eine Corona-Kritikerin erinnert sich

Maria Sickmüller (58) ist Unternehmerin aus Santanyí. Während der Corona-Pandemie gehörte sie zu den Zweiflern

Die Deutsche Maria Sickmüller wohnt seit vielen Jahren auf Mallorca

Die Deutsche Maria Sickmüller wohnt seit vielen Jahren auf Mallorca / Privat

Folgen Sie uns bereits?Marken Sie uns als bevorzugte Medien
Hinzufügen zu Google
Sophie Mono

Sophie Mono

Am Freitag (7.2.) ist es auf den Tag fünf Jahre her, dass auf Mallorca der erste Covid-19-Infizierte registriert wurde: der britische Mallorca-Resident hatte sich auf Reisen bei einem Landsmann, der zuvor in Asien war, angesteckt. Es war der Beginn einer Pandemie, die auch die Insel in Atem hielt: Lockdown, überlastete Krankenhäuser, Zusammenbruch des Tourismus, verzweifelte Unternehmer, wütende deutsche Zweithausbesitzer und nicht zuletzt umstrittene Corona-Leugner. Die Gefahr ging erst ab Ende 2022 zurück, als sich die weniger aggressive Virus-Variante Omikron verbreitete. Sophie Mono hat verschiedene Menschen gebeten, diese Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen – und zu überlegen, welche Lehren sie persönlich und beruflich aus den Pandemie-Erfahrungen auf Mallorca ziehen. Teil 5: Maria Sickmüller (58), Unternehmerin aus Santanyí

Ich habe schon sehr früh von dem Thema Corona gehört, bereits im Dezemer 2019, und mich damals schon gewundert, wieso so viel Aufhebens darum gemacht wird, dass in China ein paar Leute krank sind. Ein guter Freund von mir lag zu der Zeit wegen einer chronischen Krankheit auf der Intensivstation im Son-Espases-Krankenhaus, das zog sich bis zum 13. März vor dem Lockdown hin, und ich habe ihn immer wieder besucht. Dadurch habe ich selbst in dieser Phase viel mit den Ärzten geredet und die ganze Geschichte quasi von inside-Son-Espases mitbekommen. Die Mediziner dort waren genauso perplex über den Lockdown wie ich.

Eigene Schlüsse gezogen

Nun habe ich ja selbst Medizin und Psychologie studiert und ich bekam nach anfänglicher Besorgnis schon früh das Gefühl, dass an dieser Geschichte etwas nicht stimmt. An der Berichterstattung in den Medien fiel mir auf, dass ständig mit medizinischen Fachbegriffen gearbeitet wurde, die Otto-Normalbürger nicht verstehet und dass Definitionen "angepasst" wurden. Und es war offensichtlich, dass damit die Leute verunsichert und verängstigt wurden.

Während des Lockdowns habe ich dann angefangen, selbst in meiner Fachliteratur zu suchen und zu recherchieren und mir wurde sehr schnell klar, dass uns Auflagen abverlangt wurden, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprachen und dass es nicht darum ging, die Sicherheit der Menschen zu wahren, sondern uns zu disziplinieren. Mit diesen Erkenntnissen bin ich auch mit anderen Medizinern in den Dialog getreten und dort auf Interesse gestoßen, da die praktizierenden Mediziner selbst einem strengen Protokoll mit klaren Vorgaben folgen mussten und die staatlichen Vorgaben dadurch stützten.

Auflagen verweigert

Bei den Auflagen habe ich nicht mitgemacht, ich habe ganz normal weitergelebt. Auf dem Land ist das eh einfacher und ich arbeite ohnehin viel von Zuhause aus, es war also nicht schwer. Wenn ich irgendwo hinfahren wollte, hatte ich plausible Gründe oder Termine, um unterwegs zu sein, und konnte mich somit ganz normal frei bewegen. Ich wurde zwar manchmal gestoppt und befragt, aber es gab nie Probleme.

Auch Maske habe ich nie getragen, da es wissenschaftlich erwiesen ist, dass eine Maske keinen Virus abfangen kann. Es ging bei den Masken um den psychologischen Effekt, den das Maskentragen bewirkt hat: Den Menschen wurde die „allgegenwärtige Gefahr" einer ansteckenden Erkrankung permanent vor Augen geführt, massnahmenkritische „Maskenverweigerer" waren sofort identifizierbar. Abgesehen von der Wirkungslosigkeit gegen eine Virusinfektion haben Masken durch giftige Chemikalien und Fasern, die eingeatmet werden, kontraproduktive Wirkung auf die Gesundheit, die natürliche Ein- und Ausatmung wird zusätzlich schlicht mechanisch behindert mit all seinen negativen Folgen auf den Organismus. Dafür, dass ich keine Maske trug, wurde ich zuweilen angefeindet, aufälligerweise vor allem von Deutschen. Eine Frau hat mir sogar ans Auto gespuckt.

Einige entferntere Bekannte haben sich von mir abgewendet, allerdings ist auffällig, dass in meinem engeren Freundeskreis die meisten kritisch mit dem Narrativ umgingen und eine ähnliche Haltung vertreten wie ich. Natürlich wurde mir auch der Zutritt zu einigen Läden verweigert, aber ich habe in keinem Moment Maske getragen, sondern mit den Ladeninhabern gesprochen. Manche zeigten Verständnis und drückten ihren eigenen Unmut über die Auflagen aus, andere nicht. Manche erkannten sogar meinen Mut an, mich nicht aus Angst oder Bequemlichkeit dazu bringen zu lassen, doch „nur kurz..." eine Maske zu tragen.

"Mit Propaganda beeinflussen"

Als Unterstützerin der Corona-Aufklärungsveranstaltungen war ich immer im internationalen Austausch mit Anderen über neue Erkenntnisse und in Gesellschaft Gleichgesinnter. Dort kam ich auch in Kontakt zu anderen Medizinern, die die Lage ähnlich einschätzten wie ich, sich aber häufig offiziell nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollten, weil sie praktizierten, allerdings ihren eigenen Erkenntnissen und Vorgaben folgend.

Bei der ganzen Corona-"Inszenierung" – ungesehen von einem von je her normalen Auftreten von saisonalen Infektionskrankheiten - ging es offensichtlich nicht primär um unsere Sicherheit, sondern darum, zu sehen, wie weit man die Bevölkerung mit psychologischen Techniken und Propaganda beeinflussen kann und darum, Kritiker der Auflagen zu identifizieren. Es wurden teilweise völlig unsinnige und widersprüchliche Maßnahmen erlassen, häufig in schneller und unverständlicher Abfolge, was zu großer Verunsicherung führte, und wenn die breite Masse diese Auflagen ohne Widerstand übernommen hatte, wurden sie allgemeingültig manifestiert. Es ist unbestritten, dass im Zuge der Corona-Maßnahmen unsere persönlichen Freiheiten massiv eingeschränkt wurden und es macht den Anschein, als wollte man schauen, wie weit die Menschen das geschehen lassen, ohne auf breiten Widerstand zu stoßen. Und es ist auch unübersehbar, dass allgemein unsere freien Entscheidungen von oben herab weiterhin beschnitten werden und durch Auflagen und Gesetze ersetzt.

Große Verschwörung?

Wer dahinter steckt? Da stellt sich die Frage: Wer hat den Nutzen? In den letzten fünf Jahren wurden unglaubliche Geldbeträge bewegt und einige Wenige haben sich an der Situation enorm bereichert, im kleinen wie im großen Rahmen. Zu den ganz großen Gewinnern gehört natürlich die Pharmaindustrie ganz allgemein. Allerdings gibt es auch weniger offensichtliche Nutznießer der weltweiten Krise, Machtstrukturen und Konzerne, deren Aufgabe es ist, auf Krisen und Nöte der Bevölkerung zu reagieren und Lösungen anzubieten, das ist deren Business, sie verdienen daran. So hat als Beispiel die Überwachung der Bürger unter der Prämisse des Schutzes der Allgemeinheit ein für meinen Geschmack bedenkliches Ausmaß angenommen.

Meine Sicht auf die Welt hat sich durch Corona nicht signifikant verändert. Die meisten Leute gehen ihrer alltäglichen Routine nach und geben leider häufig die Verantwortung ab an „Autoritäten" und „Vorgesetzte", statt selbst nachzudenken und gegebenenfalls selbst zu recherchieren. Durch den Alltag bleibt den wenigsten die Zeit und Möglichkeit innezuhalten und die grundlegenden Geschehnisse differenziert zu betrachten und kritisch zu hinterfragen. Dazu braucht es ja auch Mut, es ist ja auch nicht einfach, sich gegen den Druck der Masse zu stellen.

Anmerkung: Bei den Ausführungen von Maria Sickmüller handelt es sich um ihre eigene Meinung und Einschätzung, die nicht zwangsläufig mit der Auffassung der MZ-Redaktion übereinstimmt.

Abonnieren, um zu lesen

Tracking Pixel Contents