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Neu in Palmas Krankenhaus Son Llàtzer: Der Chemo ein wenig entfliehen

Virtual-Reality-Brillen machen Krebspatienten in Palmas öffentlichen Krankenhäusern die Therapie ein wenig erträglicher

Krebspatientin Amalia Rivero unternimmt während der Chemotherapie einen virtuellen Ausflug

Krebspatientin Amalia Rivero unternimmt während der Chemotherapie einen virtuellen Ausflug / B. Ramon

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Amalia Rivero sitzt an diesem Montag im Tageskrankenhaus von Son Llàtzer. Es ist ihre zweite Chemotherapie-Sitzung. Doch heute ist etwas anders: Zum ersten Mal testet sie eine Virtual-Reality-Brille, ein neuer Service des Krankenhauses, der Krebspatienten die Therapie ein wenig erträglicher machen soll. Nach dem Versuch sagt sie: „Es hat mich sehr entspannt. Währenddessen dachte ich an nichts anderes.“ Zwei der drei verfügbaren Videos hat sie gesehen – jeweils etwa 15 Minuten lang. „Die Zeit verging wie im Flug. Ich würde das gerne wieder machen.“

Mit der Brille will das Krankenhaus die Belastung durch die langen Sitzungen lindern. Diese können bis zu sechs Stunden dauern. Die kurzen Filme, meist geführte Meditationen, sollen helfen, Stress und Schmerzen zu reduzieren.

Bislang war das Angebot nur im Universitätsklinikum Son Espases verfügbar. Ab sofort können auch Patienten in Son Llàtzer darauf zugreifen. Die spanische Krebshilfe (AECC) hat sich zum Ziel gesetzt, die Technologie schrittweise in allen öffentlichen Kliniken einzuführen.

Positives Feedback von den Patienten

Umgesetzt wird das Projekt durch geschulte Freiwillige der AECC. Sie begleiten die Patienten während der Anwendung und stellen die Technik bereit. Das Projekt wird von Canda Health Solutions finanziell unterstützt. Die bisherigen Ergebnisse sind ermutigend: Laut Angaben der AECC verringert sich bei den Nutzern das Schmerzempfinden um 84 Prozent, die Angst vor der Behandlung um 26 Prozent. 88 Prozent der Patienten empfinden die Behandlungszeit mit der Brille als kürzer.

Die balearische Gesundheitsministerin Manuela García hat sich den neuen Service vor Ort angesehen. Nach dem Selbsttest zeigte sie sich überzeugt: „Das Bild ist angenehm, die Stimme beruhigend.“ Sie lobte das Projekt als „Beispiel für Humanisierung im Gesundheitswesen“ und betonte den Wunsch, Krankenhausaufenthalte so angenehm wie möglich zu gestalten. Krankenhäuser seien für viele ein Furcht einflößender Ort. Umso wichtiger sei jede Maßnahme, die den Aufenthalt erleichtert.

Der Dienst wurde im Februar 2024 in Son Espases eingeführt. 76 Patientinnen und Patienten haben dort bisher von der Anwendung profitiert. Begleitet wurde die Ministerin bei ihrem Besuch von José Reyes, Präsident der AECC Illes Balears, und Pedro Novas, Geschäftsführer von Canda Health Solutions. Reyes betonte, das Ziel sei es, „den größtmöglichen Komfort für Patienten und Angehörige“ zu schaffen. Novas ergänzte: „Technologie ist da, um zu helfen. Mit diesem Projekt wollen wir der Gesellschaft etwas zurückgeben.“

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