Mallorca verschärft Auflagen wegen Vogelgrippe – Verkauf von Geflügel teils verboten
Freilandhaltung nur unter Auflagen erlaubt, Verkauf von Geflügel auf Märkten eingeschränkt – Mallorca kämpft gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe

Hühner auf Mallorca: Die Balearen verschärfen Maßnahmen gegen die Vogelgrippe. / Carlos Castro/Europa Press
Das balearische Landwirtschaftsministerium hat die Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe auf Mallorca und den Nachbarinseln verstärkt. Unter anderem wird in mehreren Gemeinden der Verkauf von Geflügel auf Wochenmärkten verboten. Auf Mallorca sind die Gemeinden Santa Margalida, Muro, Sa Pobla, Pollença und Alcúdia, Felanitx, Campos und Ses Salines betroffen.
Freilandhaltung unter bestimmten Bedingungen weiter erlaubt
Die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen ist eine Reaktion auf ein am Montag (10.11.) beschlossenes Aktionspaket des spanischen Landwirtschaftsministeriums. Dieses untersagt grundsätzlich die Freilandhaltung von Geflügel in Risiko- und Überwachungsgemeinden. Auf den Balearen ist die Außenhaltung jedoch zulässig, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Konkret müssen Futter und Wasser in Innenräumen oder in geschützten Bereichen ohne Kontakt zu Wildvögeln bereitgestellt werden. Außen stehende Wassertanks müssen vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt sein.
Zudem muss das Auftreten eines der folgenden Anzeichen unverzüglich den amtlichen Veterinärdiensten gemeldet werden: ein Rückgang des Futter- oder Wasserverbrauchs um mehr als 20 Prozent, eine nicht gerechtfertigte Sterblichkeit von über drei Prozent innerhalb einer Woche, ein Rückgang der Legeleistung um mehr als fünf Prozent über mehr als zwei aufeinanderfolgende Tage oder jegliches klinische Anzeichen nach dem Tod, das auf Geflügelinfluenza hindeutet.
Ausweitung nicht ausgeschlossen
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Maßnahmen in den kommenden Wochen auf die ganze Insel ausgeweitet werden müssen. Diese Entscheidung wird entsprechend den epidemiologischen Entwicklungen und den Informationen des Landwirtschaftsministeriums getroffen. „In den kommenden Tagen ist ein weiteres Treffen mit dem Ministerium vorgesehen, und es ist sehr wahrscheinlich, dass all diese Maßnahmen auf die übrigen Gemeinden ausgeweitet werden“, erklärte der balearische Generaldirektor für Landwirtschaft, Fernando Fernández.
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