Brite überlebt Covid auf Mallorca – und spendet lebensrettendes ECMO-Gerät
Der Musiker war 82 Tage aufgrund einer Covid-Erkrankung an eine sogenannte künstliche Lunge angeschlossen. Nun hat er dem Krankenhaus Son Espases eine weitere Maschine dieser Art finanziert

Larrick Ebanks spendete die Maschine. / MANU MIELNIEZUK
Alles begann im Dezember 2021, als der Brite Larrick Ebanks auf Mallorca schwer an Covid erkrankte. Der Berufsmusiker wurde in kritischem Zustand mit einer beidseitigen Lungenentzündung ins Krankenhaus von Son Espases eingeliefert, wo ihm eine sogenannte Extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO), auch künstliche Lunge genannt, das Leben rettete. Am Montag (10.11.) hat Banks dem Krankenhaus eine großzügige Spende übergeben.
Von der Intensivstation zum Lebensretter
In einer emotionalen Pressekonferenz voller Lachen, Umarmungen und Tränen verkündete Larrick Ebanks seine Spende eines ECMO-Geräts. Die Maschine pumpt das Blut aus dem Körper, reichert es mit Sauerstoff an und führt es wieder dem Körper zu. Damit werden die Lungen entlastet. Die Maschine wird bei schwersten Lungen- und Herzversagen eingesetzt.
Krankenhausdirektorin Cristina Granados würdigte die Spende und zeichnete Ebanks’ langen Weg nach: Der damals lebensgefährlich Erkrankte war 82 Tage lang an ein ECMO-Gerät angeschlossen – länger als jeder andere Patient zuvor in Son Espases.

So sieht die ECMO-Maschine aus. / CAIB
Eine persönliche Mission
Nach seiner Genesung stand für Ebanks schnell fest: Er wollte eine eigene ECMO-Maschine finanzieren, wie jene, die ihm das Leben rettete. Die Spende umfasst ein modernes CARDIOHELP-i-Gerät. Ermöglicht wurde die Anschaffung durch eine gemeinsame Spendensammlung von Ebanks und der Stiftung JoyRon. Auf den Balearen gab es bis dato nur vier dieser Geräte.
Sichtlich bewegt ergriff Ebanks das Wort: „Ich fühle mich glücklich und gesegnet. In Son Espases arbeiten unglaubliche Menschen – ihre Professionalität und Menschlichkeit werde ich nie vergessen.“
„Ich fühle mich wie ein Glückspilz“
Der Brite erzählte, dass die Idee zur Spende entstand, als er aus dem Koma erwachte und die Menschen sah, die ihn gerettet hatten: „Ich wusste sofort, dass ich etwas zurückgeben musste.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzte er, dass die Maschine, die ihn am Leben hielt, zweimal während seiner Behandlung ausfiel. „Meine Freunde sagten: 'Jetzt schuldest du ihnen wirklich eine neue!'“, scherzte Ebanks.
Die Gesamtkosten des Geräts beliefen sich auf 78.650 Euro, von denen 48.450 Euro durch die Stiftung JoyRon bereitgestellt wurden. Die restlichen Kosten übernahm das Krankenhaus. Wichtig war Ebanks auch, dass das neue ECMO-Modell für Kinder und Jugendliche ebenso geeignet ist. Ebanks Schwester Donna Suárez, die ihn begleitete, ergänzte: „Danke, dass ihr euch um all die Ausländer kümmert, die hier leben. Dies ist unsere Art, etwas zurückzugeben.“
Trotz gesundheitlicher Spätfolgen – sein rechter Lungenflügel ist funktionslos, der linke beeinträchtigt – zeigt sich Ebanks optimistisch und voller Lebensfreude: „Ich fühle mich wie ein Glückspilz. Mein Leben geht weiter, es ist fast wie eine Herausforderung – aber ich nehme sie an. Das Leben ist schön.“
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