Grippewelle auf Mallorca: Keine Maskenpflicht – aber an Weihnachten dürften viele Leute krank sein
Wie eine Auswertung aktueller epidemiologischer Daten zeigt, hat es zuletzt einen starken Anstieg der Grippefälle auf der Inselgruppe gegeben. Was die Daten für das Tragen von Masken bedeuten

Zeitweise waren Masken auch an der frischen Luft vorgeschrieben. / Daniel Tortajada
Die in Spanien und auf Mallorca grassierende Grippewelle weitet sich aus: Bis Donnerstag (4.12.) hatte es noch geheißen, dass das Tragen einer Maske auf den Balearen lediglich Personen mit Atemwegserkrankungen empfohlen wird. Nun haben die Verantwortlichen des Ausschusses für Infektionskrankheiten die aktuellen Zahlen zu Fällen und der Ansteckungsrate ausgewertet. Dabei kam heraus, dass es zuletzt einen deutlichen Anstieg an Grippefällen gegeben hat und die Grippewelle die Balearen rund einen Monat früher als üblich erreicht. Daher blicken die Verantwortlichen nun mit Sorge auf die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage.
Aktuell liege die Inzidenz bei 37,3 Fällen pro 100.000 Einwohner, während der Schwellenwert, ab dem laut dem neuen Protokoll zur Bekämpfung der Zunahme von Atemwegserkrankungen von einer epidemischen Phase gesprochen wird, bei 36 liegt. Der Anstieg der Fälle verlaufe nun ähnlich wie in anderen Autonomen Regionen Spaniens und weltweit. Zuletzt standen die Balearen ihnen gegenüber noch vergleichsweise gut da.
Höhepunkt zu Weihnachten erwartet
Nach Einschätzung der Experten wird der Höhepunkt der Grippewelle auf den Balearen um die Weihnachtsfeiertage erreicht werden.
Daher empfiehlt das Gesundheitsministerium Residenten und Urlaubern nun ausdrücklich, Masken auch in Innenräumen und an Orten mit vielen Menschen zu tragen – vor allem, wenn sie Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen. Busse, Kinos sowie sensible Einrichtungen wie Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Altenheimen seien etwa solche Orte.
Keine Maskenpflicht geplant
Eine Maskenpflicht, wie man sie noch aus Pandemie-Zeiten kennt, stehe jedoch nicht zur Debatte. Auch für das Gesundheitspersonal gilt keine Pflicht, wenngleich Beschäftigten in Gesundheitszentren dringend empfohlen wird, die "mascarilla" zu tragen.
Erst am Mittwoch (3.12.) hatte die Gesundheitskommission des spanischen Gesundheitsministeriums ein neues gemeinsames Protokoll zur Bewältigung des Anstiegs von Atemwegserkrankungen verabschiedet. Anders als im Vorjahr schreibt es keine landesweit einheitlichen Maßnahmen mehr vor – jede Region kann die Empfehlungen an ihre epidemiologische Lage anpassen.
Insbesondere vulnerable Gruppen sind weiterhin dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen, um sich bestmöglich zu schützen. /sw
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