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Rettungsdienste aufgerüstet: Neue Flotte ersetzt alte Krankenwagen auf Mallorca

Auf der Insel startet eine umfassende Modernisierung des Krankentransports mit 169 neuen Fahrzeugen

Die neuen Krankenwagen auf den Balearen.

Die neuen Krankenwagen auf den Balearen. / CAIB

Redaktion DM

Redaktion DM

Ab Mittwoch (10.12.) wird der Gesundheitsdienst der Balearen damit beginnen, eine neue Flotte von Rettungs- und Krankentransportwagen schrittweise auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera in Betrieb zu nehmen. Insgesamt investierte die Balearen-Regierung 55,99 Millionen Euro in 246 Fahrzeuge, die im Rahmen eines fünfjährigen Leasingvertrags inklusive Wartung und Versicherung angeschafft wurden.

Die neue Flotte wurde von Fachpersonal nach aktuellen medizinischen und logistischen Anforderungen konzipiert, um den aktuellen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Denn in den vergangenen Jahren habe sich das Profil der Nutzer verändert, heißt es seitens der Landesregierung. Die neuen Krankenwagen ersetzten weitgehend überalterte, mindestens sieben Jahre alte Fahrzeuge, die häufig reparaturanfällig waren.

Die 116 neuen Rettungswagen für den Notfalleinsatz wurden mit innovativer Technik ausgestattet, darunter automatische Gangschaltung, sowie moderne Klimaanlagen und Luftfiltersysteme mit Desinfektionsfunktion.

Im Bereich des Krankentransports kommen nun erstmals ausschließlich elektrisch betriebene Tragen zum Einsatz – bisher waren diese manuell. Das solle die Arbeit des Personals erleichtern und die Patientensicherheit erhöhen. Viele der neuen Fahrzeuge verfügen zudem über hydraulische Plattformen, um Patienten im Rollstuhl besser transportieren zu können. Weitere Neuerungen sind Überwachungskameras im Fahrzeuginneren, um die Patienten im Blick zu behalten.

Verteilung auf jeder Insel

Auf Mallorca werden 169 Fahrzeuge stationiert (76 für Notfalleinsätze, 93 für planbare Transporte), auf Menorca 35 (18 bzw. 17), auf Ibiza 38 (je 19) und auf Formentera vier (drei bzw. eins).

Im Vergleich zur bisherigen Flotte kommen 15 zusätzliche Fahrzeuge für Notfalleinsätze und zwölf neue für planbare Transporte hinzu. Unter den neuen Fahrzeugen befinden sich unter anderem drei mobile Apotheken, eine geräumige Kinderambulanz, drei Spezialfahrzeuge für den Transport von ECMO-Geräten (wird im Falle von schweren Lungen- oder Herzversagen eingesetzt), zwei geländegängige Pick-ups und Einsatzfahrzeuge zur Unterstützung bei größeren Notfällen mit vielen Verletzten.

SAMU 061

Das medizinische Notfallsystem SAMU 061 spielt eine zentrale Rolle bei medizinisch komplexen Transporten, darunter auch Lufttransporte und innerklinische Verlegungen. Dafür betreibt der Dienst 35 Einsatzbasen auf den Balearen und fünf Landeplätze für Hubschrauber. Um den Betrieb dauerhaft zu sichern, wird auch die logistische Flotte erweitert.

Ein weiteres Merkmal der neuen Flotte ist die deutlich höhere Zahl an Reservefahrzeugen, um jederzeit Ersatz bereitzustellen: Für den Notfalltransport steht nahezu eine Reserveambulanz pro Einsatzfahrzeug bereit, beim Krankentransport wurden zwölf zusätzliche Reservewagen angeschafft – eine bislang nicht vorhandene Sicherheitsreserve.

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