Ärztestreik auf Mallorca: Bislang über 4.500 Termine und 120 OPs abgesagt
Trotz Mindestversorgung spüren viele Patienten auf den Balearen die Folgen des Ärztestreiks deutlich – mit teils drastischen Ausfällen im Klinikalltag.

Protestierende Ärzte in Madrid. / N.S.
Der landesweite Ärztestreik ist am Mittwoch (10.12.) in den zweiten Tag gegangen – und hat sich direkt auf die Gesundheitsversorgung auf den Balearen ausgewirkt. So sind allein auf Mallorca am Dienstag und Mittwoch insgesamt 120 Operationen und mehr als 4.500 Arzttermine (2.343 im Krankenhaus und 2.253 in der Primärversorgung) ausgesetzt worden. Der Streik hat außerdem zur Absage von 324 radiologischen Untersuchungen und 53 diagnostischen Tests geführt. Das balearische Gesundheitsministerium betonte, dass die Mindestversorgung gewährleistet ist, insbesondere in den Notaufnahmen und bei speziellen Behandlungen.
"Unfähigkeit zum Dialog"
Die balearische Gesundheitsministerin Manuela García prangerte derweil die „Unfähigkeit zum Dialog“ des spanischen Gesundheitsministeriums bei der Ausarbeitung des Entwurfs für das Generalstatut des Gesundheitspersonals an und forderte, diesen zu verwerfen und neu zu verfassen. „Wenn man ein Haus beim Dach anfängt, passieren solche Dinge. Man muss dieses Generalstatut ersetzen und die verschiedenen Institutionen und Akteure an einen Tisch bringen“, erklärte García.
Gleichzeitig zeigt die Gesundheitsministerin ihren „Respekt“ vor dem Streikaufruf, unterstreicht aber, dass diese Situation bedeute, dass die Bürger der Balearen „die Konsequenzen dieser Unfähigkeit“ der Zentralregierung tragen.
Der Streik wird am Donnerstag und Freitag fortgeführt.
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