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Grippewelle auf Mallorca: Inzidenzrate in einer Woche fast verdoppelt

Auf den Balearen gilt aktuell die Risikostufe I. Die Behörden empfehlen dringlicher denn je eine Impfung und Masken, insbesondere an Orten mit vielen Menschen

Menschen mit Maske im Bus.

Menschen mit Maske im Bus. / Gabriel Luengas - Europa Press

Die Grippe-Inzidenzrate hat sich auf den Balearen in einer Woche fast verdoppelt. Das Gesundheitsministerium hat daher die Empfehlung zur Impfung und zur Verwendung von Masken verstärkt. Bürger mit Symptomen sind aufgefordert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn sie ein Krankenhaus oder ein Gesundheitszentrum, ein Alten- oder Behindertenheim oder Orte mit einer großen Anzahl von Menschen, wie öffentliche Verkehrsmittel oder ein Einkaufszentrum, betreten.

Nach der Sitzung des Autonomen Ausschusses für Infektionskrankheiten, die am Donnerstag (11.12.) stattfand, wurde mitgeteilt, dass sich die Balearen weiterhin in einer aufsteigenden Phase der Grippe-Epidemiewelle befinden. In der 49. Woche des Jahres – welche die zwischen dem 1. und 7. Dezember registrierten Fälle erfasst – wurden 65 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner registriert, verglichen mit 37,3 Ansteckungen pro derselben Bevölkerungsgruppe in der Vorwoche.

Mit den im Gesundheitssystem durchgeführten Probenahmen wird eine immer größere Zirkulation des Grippe-Subtyps AH3N2 beobachtet. Die Zirkulation des Respiratory Syncytial Virus (RSV), das Bronchiolitis bei Neugeborenen verursacht, und des COVID-19-Erregers ist hingegen sehr gering.

Empfehlungsprotokoll des Gesundheitsministeriums

Das Gesundheitsministerium und Vertreter des öffentlichen Gesundheitswesens aller autonomen Gemeinschaften hatten in der vergangenen Woche vereinbart, ein Empfehlungsprotokoll zur Kontrolle von Infektionskrankheiten zu erstellen. Dieses Protokoll definiert vier Risikostufen basierend auf den festgestellten Inzidenzniveaus und ermöglicht es, die Maßnahmen an die Entwicklung der epidemiologischen Situation jeder Gemeinschaft anzupassen. Im Falle der Balearen hält die aktuelle epidemische Inzidenz die Inseln in der Risikostufe I, derselben wie in der Vorwoche – wenn auch mit einer höheren Anzahl von Ansteckungen.

Die im Protokoll für diese Risikostufe festgelegten Empfehlungen beinhalten die Anweisung zur Verwendung von Masken für die allgemeine Bevölkerung, falls Symptome einer Atemwegserkrankung auftreten, sowie in besonders gefährdeten oder stark frequentierten Umgebungen, um eine stärkere Verbreitung des Virus zu vermeiden. Das Gesundheitsministerium verschärft diese Empfehlung nun aufgrund des festgestellten Anstiegs der Fälle.

Der epidemiologische Bericht wird jeden Donnerstag aktualisiert. Wahrscheinlich wird der Höhepunkt der Grippewelle in der Weihnachtszeit erreicht. Das Gesundheitsamt erinnert erneut daran, wie wichtig die Grippeimpfung zu Beginn der Epidemieperiode ist, um eine hohe Abdeckung in kurzer Zeit zu gewährleisten.

Krankenhäuser stocken Betten auf

Um dem voraussichtlichen Anstieg der Krankenhauseinweisungen und dem Zustrom von Fällen in die Notaufnahmen vorzugreifen, hat der Gesundheitsdienst bereits einen Notfallplan in Kraft gesetzt. 215 zusätzliche Krankenhausbetten sollen den Anstieg der Versorgungsnachfrage aufgrund der Atemwegsviren auffangen. Der Plan sieht auch die Koordination zwischen Krankenhäusern, Primärversorgung und dem Rettungsdienst SAMU 061 vor, um die Versorgungskapazität zu gewährleisten. /bro

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