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Ärztestreik auf Mallorca: 251 abgesagte Operationen an den ersten drei Tagen

Die Mediziner des öffentlichen Gesundheitssystems legen noch bis Freitag die Arbeit nieder, um gegen eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen und lange Arbeitszeiten zu protestieren

Der Präsident der Ärztegewerkschaft, Miguel Lázaro, bei einer Kundgebung vor dem Krankenhaus Son Espases.

Der Präsident der Ärztegewerkschaft, Miguel Lázaro, bei einer Kundgebung vor dem Krankenhaus Son Espases. / CATI CLADERA/EFE

Johannes Krayer

Johannes Krayer

Der Ärztestreik auf Mallorca hat große Auswirkungen auf die Patientinnen und Patienten: Allein zwischen Montag (16.2.) und Mittwoch, den drei ersten Tagen des Ausstandes, mussten laut dem Präsidenten der Ärztegewerkschaft Simebal, Miguel Lázaro, 5.578 Sprechstunden in den Gesundheitszentren abgesagt werden. Im ambulanten Bereich der Krankenhäuser waren es allein am Montag und Dienstag und 3.889 Routineuntersuchungen und Proben im ambulanten Bereich.

Darüber hinaus mussten 251 Operationen verschoben werden. An den ersten Tagen beteiligten sich rund 90 Prozent der im öffentlichen Gesundheitssystem arbeitenden Mediziner in den Krankenhäusern und 70 Prozent der Mitarbeiter in den Gesundheitszentren. Gewerkschaftspräsident Lázaro bedauerte, dass der Streik vielen Patienten schade. Die Mediziner wollen noch bis einschließlich Freitag die Arbeit niederlegen.

Im Mittelpunkt der Kritik steht das geplante „Estatuto Marco“. Es ist zwar noch nicht in Kraft, wird aber seit Längerem heftig diskutiert, weil Ärzte darin eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen und damit auch der Patientenversorgung sehen. Darüber hinaus geht es auch um die Arbeitszeit: Von Ärzten werde häufig eine 48-Stunden-Woche verlangt. Erst im Dezember 2025 legten die Ärzte im ganzen Land ihre Arbeit nieder.

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