Dr. Cristian Sánchez: „Guter Schlaf ist möglich – Schlaflosigkeit ist kein Schicksal“
Untersuchungen der Schlafmedizinischen Abteilung des Juaneda Hospitals Miramar unter der Leitung von Dr. Cristian Sánchez identifizieren die Ursachen für Schlafstörungen. Sie ermöglichen maßgeschneiderte Therapiekonzepte, um die spezifischen Probleme der Betroffenen nachhaltig zu lösen

Dr. Cristian Sánchez, Spezialist für Neurophysiologie und Leiter der Schlafabteilung im Juaneda-Krankenhaus Miramar. / Juaneda Hospitales
Werden die benötigten Schlafstunden nicht eingehalten, ist der Schlaf durch häufiges nächtliches Erwachen unterbrochen oder treten andere Symptome auf, kann dies die Ursache für andauernde Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit und Gereiztheit sein. Darüber hinaus können diese Beschwerden Anzeichen einer Grunderkrankung sein oder deren Entstehung sogar begünstigen. Doch woran lässt sich mangelnde Schlafqualität erkennen? Das eindeutigste Anzeichen ist ein Gefühl der Erschöpfung – entweder direkt beim Aufstehen oder fortwährend über den gesamten Tag. Dies gilt selbst dann, wenn Betroffene das subjektive Empfinden haben, ausreichend lange geschlafen zu haben.
Die Untersuchungen in der Schlafmedizinischen Abteilung des Juaneda Hospitals Miramar unter der Leitung des Teams von Dr. Cristian Sánchez, Facharzt für Neurophysiologie, ermöglichen die präzise Diagnose von Faktoren, die einen erholsamen Schlaf verhindern. Auf dieser Basis können personalisierte Therapieansätze erstellt werden. Die Botschaft des Spezialisten ist eindeutig: „Schlafstörungen jeglicher Art sind behandelbar, sie sind kein unabänderliches Schicksal. “
Wer feststellt, unter Schlafstörungen zu leiden – wie etwa häufigem nächtlichem Erwachen, Einschlafschwierigkeiten, Schnarchen oder Atemaussetzern während der Nacht (die oft eher von der Partnerin oder dem Partner bemerkt werden) – oder wer morgens erschöpft aufwacht oder unter ausgeprägter Tagesschläfrigkeit leidet, sollte eine Fachperson konsultieren. Denn, so erklärt der Spezialist: „Schlechter Schlaf führt nicht nur zu allgemeinem Unwohlsein, Gereiztheit, Leistungseinbußen sowie Problemen im Alltag und im sozialen Miteinander. Er kann darüber hinaus das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kognitiven Abbau, Angstzustände und Depressionen erhöhen oder mit diesen assoziiert sein. “

Dr. Cristian Sánchez in der Schlafabteilung des Juaneda Hospital Miramar. / Juaneda Hospitales
Die häufigsten Schlafstörungen
Welches sind die am weitesten verbreiteten Schlafstörungen? Dr. Sánchez führt diese detailliert aus: „Dazu gehören die Einschlafinsomnie (Schwierigkeiten beim Einschlafen), häufiges nächtliches Erwachen, die Schlafapnoe, das Restless-Legs-Syndrom sowie diverse Arten von Parasomnien, Schlafwandeln, Schlaftrunkenheit, Nachtangst und REM-Schlaf-Verhaltensstörungen.“
Diese Probleme „gehen mitunter mit Angstzuständen oder Depressionen einher, die wiederum durch verschiedene, oft stressbedingte Auslöser hervorgerufen werden können.“ Es sei wichtig zu betonen, so der Spezialist, dass „jeder Mensch, ob Kind oder Erwachsener, von einer Schlafstörung betroffen sein kann.“
Schlafmedizinische Untersuchung
Der Goldstandard zur Diagnose von Schlafstörungen ist die nächtliche Polysomnographie. In den Juaneda Hospitales wird diese Untersuchung unter der Leitung von Dr. Sánchez im Juaneda Miramar durchgeführt. Sie findet in einem speziell ausgestatteten Zimmer statt, das über modernste Monitoring-Systeme verfügt und alle Qualitätsstandards für den nächtlichen Krankenhausaufenthalt der Patientinnen und Patienten erfüllt.
Wann sollte eine Schlafstudie durchgeführt werden? „Sie wird empfohlen“, erklärt Dr. Cristian Sánchez, „wenn der Patient Schwierigkeiten beim Einschlafen hat, schnarcht, Atemaussetzer aufweist – diese beiden Symptome werden häufiger von der Begleitperson bemerkt –, sich im Schlaf viel bewegt, morgens erschöpft aufsteht oder unter Tagesschläfrigkeit leidet.“

Das Team um Dr. Cristian Sánchez führt Schlafstudien im Juaneda Hospital Miramar durch. / Juaneda Hospitales
„Die Untersuchung hilft bei der Diagnose von Störungen wie der Schlafapnoe, dem Restless-Legs-Syndrom und Parasomnien – darunter die REM-Schlaf-Verhaltensstörung, Schlafwandeln, Nachtangst oder Schlaftrunkenheit. Für all diese Krankheitsbilder gibt es effektive Behandlungsmöglichkeiten, die von medikamentösen Therapien bis hin zur kognitiven Verhaltenstherapie reichen.“
Woraus besteht die Untersuchung?
Während der Nacht schläft die betroffene Person mit angelegten Sensoren, um die verschiedenen Schlafphasen aufzuzeichnen. Bei den Geräten handelt es sich um Elektroden am Kopf sowie Sensoren zur Messung von Atmung, Schnarchgeräuschen, Atemanstrengung im Brust- und Bauchraum, Sauerstoffsättigung sowie der motorischen Aktivität oder Bewegungen während des Schlafs.
Es handelt sich um eine schmerzfreie Untersuchung. Die Sensoren sind weder belastend noch invasiv, sodass davon auszugehen ist, dass die betroffene Person normal schlafen kann. Patientinnen und Patienten sollten bequeme Schlafkleidung (vorzugsweise aus Baumwolle) sowie ihre persönlichen Toilettenartikel mitbringen. Die gewohnte Medikation sollte nach vorheriger Absprache mit dem Arzt weiterhin eingenommen werden. Zudem sollte versucht werden, den gewohnten Tagesablauf beizubehalten.
Behandlungsansätze je nach Krankheitsbild
Die Behandlung erfolgt individuell abgestimmt auf den jeweiligen Fall und die betroffene Person. Sie kann medikamentöse Therapien, Maßnahmen zur Schlafhygiene sowie die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) umfassen. „Diese ist ein entscheidendes Instrument, da sie mithilfe von Entspannungstechniken, Stimuluskontrolle (Reizkontrolle) und kognitiver Umstrukturierung dazu beiträgt, den Schlaf zu stabilisieren und den Schlaf-Wach-Rhythmus zu synchronisieren.“
Die Schlafapnoe „wird durch die Förderung einer Gewichtsreduktion sowie, je nach Schweregrad, mit einem CPAP-Gerät (einer Maske zur kontinuierlichen Erzeugung von positivem Atemwegsdruck) während des Schlafs behandelt“, erklärt Dr. Sánchez. Bei der pädiatrischen Schlafapnoe „ist die Standardbehandlung nicht die CPAP-Therapie, sondern die chirurgische Entfernung von Polypen und Mandeln (Adenotomie und Tonsillektomie). “ „Diese Störung“, so Dr. Sánchez, „betrifft etwa ein bis fünf Prozent aller Kinder, insbesondere im Alter zwischen drei und acht Jahren. Sie äußert sich in der Regel durch Schnarchen, Atempausen, Mundatmung und Tagesmüdigkeit.“
Das Restless-Legs-Syndrom „kann je nach Einzelfall mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen, einer laboranalytischen Untersuchung des Eisenstoffwechsels sowie auch medikamentös behandelt werden“. „Störungen, die im Zusammenhang mit der Desynchronisation des zirkadianen Rhythmus stehen, werden durch Verhaltensmaßnahmen, die Exposition gegenüber Sonnenlicht – welches der wirksamste natürliche Taktgeber ist – und in einigen Fällen mit chronoregulierenden Arzneimitteln therapiert.“ Dr. Sánchez betont, dass „Schlafmedikamente immer von einem Schlafmediziner verschrieben und kontrolliert werden sollten.“
Wenn die Behandlung von Schlafstörungen angezeigt ist und Wirkung zeigt, „ist das Ergebnis eindeutig: Wer besser schläft, gewinnt neue Energie, steigert sein Wohlbefinden und findet zu einem geregelten Alltag zurück.“
Terminanfrage
Interessierte, die Kontakt zur Schlafmedizinischen Abteilung (Unidad del Sueño) der Juaneda Hospitales aufnehmen möchten, können einen Termin unter der Telefonnummer +34 971 28 00 00, über die App Juaneda Contigo oder über die Website www.juaneda.es vereinbaren.
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