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Auf Mallorca streiken die Ärzte: Diese Mindestversorgung muss gewährleistet sein

Schon am Montag mussten 3.149 Arzttermine abgesagt werden. Was Patienten wissen sollten

Ärztestreik: Sowohl in Gesundheitszentren als auch in Krankenhäusern werden viele Termine abgesagt.

Ärztestreik: Sowohl in Gesundheitszentren als auch in Krankenhäusern werden viele Termine abgesagt. / DM

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Redaktion MZ

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Auf Mallorca und den Nachbarinseln haben die Ärzte des öffentlichen Gesundheitssystems am Montag (15.6.) ihre fünfte Streikwoche eingeläutet. Sie schließen sich damit einem landesweiten Ausstand an. Er richtet sich gegen das vom spanischen Gesundheitsministerium vorgeschlagene Rahmenstatut für medizinisches Personal und dauert an bis Freitag, 19. Juni um 23.59 Uhr.

Allein am Montag mussten deswegen balearenweit 3.149 Arzttermine abgesagt werden, gut die Hälfte davon in den Gesundheitszentren.

Der balearische Gesundheitsdienst IB-Salut hat für die Dauer der fünften Streikwoche folgende Mindestversorgung festgelegt, die von den Patienten eingefordert werden kann.

  • In medizinischen Fachbereichen mit stationären Patienten sowie in zentralen Diensten, die Krankenhauspatienten betreuen, gilt die Feiertagsbesetzung. Am Vormittag kommt pro medizinischem Dienst ein Facharzt hinzu. Im Anästhesiedienst sind es zwei zusätzliche Fachärzte.
  • In den Krankenhausbereichen, die als dringlich oder kritisch gelten, soll die Versorgung zu 100 Prozent gewährleistet werden. Das betrifft Dienste mit lebenswichtiger Behandlung, darunter Onkologie, medizinische und strahlentherapeutische Hämatologie, onkologische Chirurgie, Notaufnahmen, Dialyse, Tagesklinik und Krankenhausapotheke. Auch die notwendige Rotation stationärer Patienten soll abgesichert sein.
  • IB-Salut sieht außerdem Rufbereitschaften in der üblichen Besetzung vor. Sie gelten in Zentren und Diensten, in denen diese Form der Arbeit normalerweise existiert. Die betroffenen Ärzte sollen außergewöhnliche, plötzlich auftretende Notfälle abdecken, die das gerade verfügbare Personal nicht übernehmen kann.
  • In der Primärversorgung muss zwischen dem 15. und 19. Juni jeweils von 8 bis 15 Uhr ein Arzt und ein Kinderarzt pro Gesundheitszentrum arbeiten. In Zentren mit mehr als 20.500 Gesundheitskarten müssen zwei Ärzte und ein Kinderarzt anwesend sein. Am Nachmittag zwischen 15 und 20 Uhr ist ein Arzt vorgesehen. Ein Kinderarzt kommt hinzu, wenn dieser Dienst dort normalerweise angeboten wird.
  • Im Bereitschaftsdienst PAC, der spanischen Abkürzung für Punto de Atención Continuada (Zentrum für durchgehende Versorgung), müssen von 15 Uhr bis 23.59 Uhr alle Ärzte und Kinderärzte arbeiten, die dort durchgehende Versorgung leisten. In den Notfall- und Rettungsdiensten SUAP und 061 schreibt IB-Salut wegen der Art dieser Dienste eine Abdeckung von 100 Prozent vor.

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