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Masern-Ausbruch auf Mallorca: Sechs Fälle bestätigt – Gesundheitsbehörde rechnet mit weiteren Infektionen

Die Gesundheitsbehörde leitet die Kontaktverfolgung ein und schließt weitere Fälle nicht aus, nachdem ein minderjähriger Urlauber den Ausbruch auslöste

Masern führen zu Ausschlag auf der Haut.

Masern führen zu Ausschlag auf der Haut. / Shutterstock

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Auf Mallorca ist ein Masern-Ausbruch mit sechs bestätigten Fällen festgestellt worden. Es sind die ersten Erkrankungen, die 2026 auf den Balearen registriert wurden. Die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit hat die Kontaktverfolgung eingeleitet und schließt weitere Fälle in den kommenden Tagen nicht aus. Keiner der Betroffenen musste stationär behandelt werden.

Ausgangspunkt des Ausbruchs war nach Angaben der Gesundheitsbehörde ein minderjähriger Urlauber aus einem europäischen Land, der am 19. Juli die pädiatrische Notaufnahme des Krankenhauses Son Espases aufgesucht hatte. Ende Juli traten bei weiteren Personen Symptome auf. Zu den fünf Folgefällen gehören auch Residenten auf der Insel. Einige von ihnen sollen sich im Wartebereich der pädiatrischen Notaufnahme angesteckt haben.

Obwohl die Betroffenen zur gleichen Zeit im selben Krankenhaus behandelt wurden, stuft die Gesundheitsbehörde das Geschehen als Ausbruch in der Bevölkerung und nicht als einen im Gesundheitszentrum entstandenen Ausbruch ein. Masern seien hoch ansteckend, erklärte die Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit, Elena Esteban.

Fünf der Erkrankten nicht geimpft

Fünf der sechs Erkrankten waren nicht gegen Masern geimpft, beim sechsten ist der Impfstatus unbekannt. Der vollständige Impfschutz wird mit zwei Dosen erreicht. Auf den Balearen liegt die Impfquote in der Zielgruppe derzeit bei 91,11 Prozent. Die erste Dosis der MMR-Impfung wird mit zwölf Monaten verabreicht, die zweite mit drei Jahren als Vierfachimpfung.

Die Gesundheitsbehörde versucht derzeit, Personen ausfindig zu machen, die Kontakt zu den Infizierten gehabt haben könnten. Die Zahl der potenziell Betroffenen sei sehr hoch, da auch Flugverbindungen überprüft werden müssten. Personen, die als Kontakte identifiziert werden, erhalten eine SMS mit dem Hinweis, ihren Impfstatus zu kontrollieren und in den folgenden 23 Tagen auf mögliche Symptome zu achten. Der Ausbruch wurde zudem dem spanischen Gesundheitsministerium gemeldet.

Für medizinische Einrichtungen empfiehlt die Behörde vorsorglich FFP2-Masken und eine Überprüfung des Impfstatus des gesamten Personals. Den Beschäftigten der pädiatrischen Notaufnahme von Son Espases wurde ebenfalls das Tragen von FFP2-Masken empfohlen.

Erkrankte müssen sich isolieren

Die sechs Erkrankten mussten sich zu Hause isolieren. Eine infizierte Person kann Masern von vier Tagen vor Auftreten des Hautausschlags bis vier Tage danach übertragen. Zu den ersten Symptomen gehören Fieber, allgemeines Unwohlsein sowie Erkältungsbeschwerden wie Husten, Schnupfen oder Bindehautentzündung. Später tritt der typische Hautausschlag auf.

Auf den Balearen waren zwischen 2020 und 2023 keine Masernfälle registriert worden. 2024 gab es sechs Fälle, 2025 waren es 35 – davon 31 auf Mallorca, drei auf Ibiza und einer auf Formentera. 24 der Erkrankten waren ungeimpft, bei den übrigen war der Impfstatus unbekannt. Die Gesundheitsbehörde erinnert zudem daran, dass nach 1978 geborene Personen, die ungeimpft sind, ihren Impfstatus nicht kennen oder die Krankheit nicht durchgemacht haben, diesen bei einem Arztbesuch überprüfen und gegebenenfalls ihre Impfung vervollständigen lassen können.

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